Radsport Rundfahrt
Devolder gewinnt Flandern-Rundfahrt im Alleingang

Radprofi Stijn Devolder (Quickstep) hat die Flandern-Rundfahrt im Alleingang gewonnen. Nach 264km siegte der Belgier vor Landsmann Nick Nuyens und Juan Antono Flecha (Spanien).

Der belgische Radprofi Stijn Devolder freut sich über den Sieg bei der 92. Auflage der Flandern-Rundfahrt. Der Quickstep-Profi setzte sich bei der "Materialschlacht" und teilweise chaotischem Wetter gegenüber der Konkurrenz im Alleingang durch. Milram-Kapitän Erik Zabel aus Unna konnte bei der Jagd über die 17 gefürchteten "Hellinge" mit bis zu 22 Prozent Steigung die eigenen Sieges-Hoffnungen ebenso wenig erfüllen wie der Wahl-Belgier Andreas Klier vom T-Mobile-Nachfolge-Team High Road. Allerdings war der 32-jährige Münchner mit Rang 20 drei Jahre nach seinem zweiten Rang erneut bester Deutscher.

High-Road-Teamleiter Aldag zufrieden

Vor tausenden Zuschauern auf den 264km zwischen Brügge und Ninove setzte sich Devolder nach 6:27:44 Stunden mit 14 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Nick Nuyens (Cofidis) und Juan Antonio Flecha (Rabobank) aus Spanien durch. Hinter Titelverteidiger Alessandro Ballan (Italien/Lampre) fuhr Kliers Teamkollege George Hincapie (USA) auf den fünften Platz. "Wir haben hier eine gute Teamarbeit gezeigt und drei Fahrer vorn dabei. Bei diesen schwierigen Bedingungen ist schon das Ankommen ein persönlicher Sieg", sagte High-Road-Teamleiter Rolf Aldag.

Die Vorentscheidung für das Finale des erstmals 1913 gefahrenen Frühjahrs-Klassikers fiel an der berüchtigten "Mauer von Geraardsbergen" 15km vor dem Finale. Bei dem kurzen "Gipfelsturm" mit 19 Prozent Steigung ließ die Spitzengruppe die Verfolger endgültig hinter sich. Dabei hatte der fast im ganzen Rennen antreibende Devolder das Tempo vorgegeben.

Zabel war zu diesem Zeitpunkt schon lange geschlagen. Auch der Schweizer Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (CSC) konnte zwei Wochen nach seinem Triumph bei Mailand-San Remo nicht mithalten.

Wesemann gibt nach 112km auf

Trotz der zeitweise widrigen Witterungsverhältnisse mit Hagel, Regen und heftigem Wind war das Peloton lange hohes Tempo gefahren. Genau 94,8km legten die Fahrer in den ersten zwei Stunden zurück, wobei der Temposchnitt anfangs bei 49,5km/h lag. Den Strapazen früh Tribut zollen musste der nun mit Schweizer Pass fahrende Sachse Steffen Wesemann (Collstrop).

Der ehemalige T-Mobile-Star, der sich 2003 als zweiter Deutscher nach Rudi Altig (1964) in die Siegerliste der "Ronde van Vlaandern" eintrug, gab nach 112km auf. "Für mich hat in diesem Jahr Paris-Roubaix Priorität", hatte "Wese" allerdings schon vor dem Start betont.

Am berüchtigten Koppenberg 69km vor dem Ziel hatte sich erstmals die Spreu vom Weizen getrennt. An dem 600 Meter langen "Helling" mit 22 Prozent Steigung über rund 66 000 Kopfsteinen fielen viele Fahrer zurück.

© SID

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