Radsport Rundfahrt
Fothen triumphiert nach Solofahrt

Der Tagessieg auf der fünften Etappe der 72. Tour de Suisse geht an Markus Fothen. Der Radprofi vom Team Gerolsteiner siegte nach einem erfolgreichen Fluchtversuch.

Nach einer starken Solofahrt hat Markus Fothen die fünfte Etappe der 72. Tour de Suisse gewonnen. Die deutsche Tour-Hoffnung aus Kaarst hatte nach 190km von Domat/Ems nach Caslano 50 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Russen Sergej Iwanow. Fothens Gerolsteiner-Teamkollege Markus Zberg (Schweiz) überquerte weitere sieben Sekunden zurück als Dritter die Ziellinie. Der WM-Dritte Stefan Schumacher (Nürtingen) komplettierte als Sechster die starke Leistung der Eifel-Equipe.

"Ich hatte ein bisschen die Hoffnung, im Finale noch dabei zu sein, um es mal probieren zu können. Ich wollte eben mal angreifen. Aber das es dann so gut läuft, habe ich eigentlich nicht erwartet. Das war ein Riesen-Tag für mich", sagte Fothen nach seinem ersten Saisonsieg.

In der Gesamtwertung verteidigte der Spanier Igor Anton bereits zum dritten Mal das Goldtrikot des Spitzenreiters. Der Euskaltel-Profi hatte das Ziel 57 Sekunden nach Fothen erreicht und liegt weiter sechs Sekunden vor dem Luxemburger Kim Kirchen (High Road). Während Fothen nun Siebter ist, verbesserte sich sein Schweizer Teamkollege Oliver Zaugg auf den dritten Platz.

Fothen kontert Schleck-Attacke

Klassiker-Spezialist Fränk Schleck (CSC) hatte an der Cademario-Steigung etwa 18km vor dem Ziel attackiert. Fothen konnte als einziger folgen, später schloss der Schweizer Michael Albasini (Liquigas) auf. Fünf Kilometer vor dem Ziel stürzte Schleck in der Abfahrt über die Leitplanke. Der Luxemburger erreichte das Ziel mit Blessuren, musste seine Hoffnungen auf den Etappensieg jedoch begraben. Fothen setzte die Flucht allein fort.

Die Etappe verlief gleich vom Start an sehr unruhig, immer wieder wurde das Feld durch Attacken auseinander gerissen. Erst kurz vor dem schwersten Anstieg des Tages, dem Lukmanierpass, bildete sich eine siebenköpfige Gruppe. Doch die Ausreißer, zu denen auch der Berliner Jens Voigt (CSC) gehörte, musste sich noch vor der Cademario-Steigung 20km vor dem Ziel geschlagen geben. Am Donnerstag müssen die Anwärter auf den Gesamtsieg erneut Farbe bekennen. Über 188km geht es von Ambri hinauf nach Verbier. Auf 1523m Höhe wartet die zweite Bergankunft der diesjährigen Tour de Suisse auf die Fahrer. Die Rundfahrt endet am Sonntag nach 1411km in der Hauptstadt Bern.

© SID

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