Radsport Rundfahrt
Gerolsteiner-Express peilt dritten Sieg an

Nach den Erfolgen beim Amstel Gold Race und beim "Fleche Wallone" peilt das Team Gerolsteiner um "Rad-Schumi" Stefan Schumacher und Davide Rebellin den Sieg beim Frühjahrs-Klassikerfinale Lüttich-Bastogne-Lüttich an.

Der Gerolsteiner-Express setzt beim 262-km-Marathon Lüttich-Bastogne-Lüttich wieder auf "Rad-Schumi" Stefan Schumacher und Davide Rebellin. Nach "Schumis" Triumph beim Amstel Gold Race und "Tin Tins" Gala beim "Fleche Wallonne" nimmt die derzeit erfolgreichste deutsche Crew beim Frühjahrs-Klassikerfinale aus der "Pole Position" die Schleife durch die Ardennen in Angriff.

Die Siegertypen im Rennstall von Hans-Michael Holczer führen die Liste der Favoriten an, zumal der Teamchef in Fabian Wegmann einen weiteren Joker beim ältesten aller Klassiker aufbietet. "Alle drei sind für einen Sieg gut. Wir haben schon 2004 die letzten drei Frühjahrs-Klassiker gewonnen", sagt Holczer.

Vor drei Jahren hatte Rebellin sowohl beim Amstel als auch beim Fleche und in Lüttich triumphiert, an die Form scheint der Italiener anzuknüpfen. "Ich bin nicht der einzige Favorit, doch ich kann mit allen mithalten. Und ich habe den Vorteil, dass ich ohne Stress an den Start gehen kann", sagte Rebellin, der am Mittwoch beim Fleche-Finale Ausreißer Matthias Kessler überrumpelte.

Den Nürnberger bringt Astana-Teamchef Mario Kummer in Lüttich wieder mit Alexander Winokurow an den Start. "Matze hat gezeigt, dass er über eine gute Form verfügt", sagt Kummer.

Bei der "Königin aller Klassiker" will T-Mobile-Teamchef Valerio Piva einen seiner Fahrer auf dem Treppchen sehen. "Ich hoffe, dass wir wieder um die Podiumsplätze mitkämpfen können", sagt der Italiener, der aber eingesteht: "Das Amstel hat gezeigt, dass wir im direkten Vergleich mit Rebellin, Valverde und Di Luca noch nicht auf gleichem Niveau fahren."

Die Bonner Hoffnungen ruhen auf Patrik Sinkewitz. "Unser Team hat gezeigt, dass es in der Lage ist, vorne mitzufahren. Ich hoffe, bei Patrick platzt der Knoten", sagt Sportdirektor Rolf Aldag.

Im Vorjahr hatte der Fuldaer als bester Deutscher beim Sieg des Spaniers Alejandro Valverde den vierten Platz belegt. "Du fährst ständig am Limit", sagtc Sinkewitz. Als weitere Trümpfe im Magenta-Team treten der Luxemburger Kim Kirchen und Australiens Ex-Weltmeister Michael Rogers an.

Bei der 93. Auflage des 1 892 erstmals gefahrenen Rennens fehlt Sprinstar Erik Zabel, der stattdessen wie im Vorjahr das Milram-Team bei der Niedersachsen-Rundfahrt mit Alessandro Petacchi anführt. In Lüttich ist der Spanier Igor Astarloa Kapitän, während der 23-jährige Sebastian Schwager Erfahrung sammeln soll.

Einen Spitzenplatz peilt der Berliner Jens Voigt an. Der CSC-Routinier war 2005 Zweiter hinter Winokurow. Als einzige Deutsche trugen sich Dietrich Thurau (1979) und Hermann Buse (1930) in die Siegerlisten ein.

© SID

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