Radsport Rundfahrt
Morabito setzt sich in Schweizer Bergen durch

Lokalmatador Steve Morabito hat die erste Bergetappe der 70. Tour de Suisse für sich entschieden. T-Mobile-Profi Jan Ullrich erreichte mit 28 Sekunden Rückstand in der ersten Verfolgergruppe das Ziel.

Auf der erste Bergetappe der 70. Tour de Suisse hat sich der Schweizer Steve Morabito den Sieg gesichert. Der Phonak-Profi setzte sich nach 229,2km von La Chaux-de-Fonds bei der einzigen Bergankunft der Jubiläums-Tour im 1376m hoch gelegenen Leukerbad vor Mitausreißer Jürgen van Goolen aus Belgien durch.

Jan Ullrich bestand seinen ersten Test für die kommenden Bergprüfungen der Tour de France und erreichte mit 18 Sekunden Rückstand in der ersten Verfolgergruppe das Ziel.

"Es läuft wirklich gut, Jan hat hier seine Form verbessert, das hat er schon in den letzten Tagen gezeigt. Er wird jeden Tag etwas besser", sagte T-Mobile-Teamleiter Rudy Pevenage. Ullrichs Initiative reichte indes nicht, um Morabito und seinen belgischen Begleiter Jürgen van Goolen (Discovery) noch abzufangen.

Ullrich auf Rang sechs

Beide waren 170km in einer Ausreißergruppe gefahren, zu der bis kurz vor dem Ziel auch der Kölner Ralf Grabsch (Milram) gehörte. Am Ende nach 5:37:48 Stunden hatte Morabito gegenüber van Goolen das bessere Stehvermögen und distanzierte den Belgier um zwölf Sekunden. Vicioso folgte 14 Sekunden zurück, Ullrich kam mit 17 Sekunden Rückstand auf dem sechsten Platz, knapp vor dem achtplatzierten Ansbacher Jörg Jaksche (18) an.

Nach dem 30km langen Anstieg auf 1376m zum Ziel im Dalatal übernahm Vicioso die Führung im Gesamtklassement mit zwei Sekunden Vorsprung vor Jaksche und drei vor T-Mobile-Profi Linus Gerdemann (Köln). Ullrich ist 16 Sekunden zurück Gesamtsiebter.

Im Gegensatz zur Tempobolzerei vom Vortag war das Feld am Mittwoch nach dem Start in der Westschweiz zusammengeblieben und hatte den ersten Pass geschlossen passiert. Auch auf der anschließenden 20-km-Abfahrt über 750 Höhenmeter Richtung Neuchateler See gab es im Peloton keine Bewegung. Erst nach 50km setzte sich die sechsköpfige Gruppe mit Grabsch um bis zu zwölf Minuten ab.

T-Mobile-Profis geben das Tempo vor

Der Vorsprung blieb auf der flachen Passage im Rhone-Tal konstant. Knapp 70km vor dem Ziel wurde das Peloton schneller. Dabei leistete meist der T-Mobile-Express die Führungsarbeit. "Das zeigt, dass wir mit einer starken Mannschaft hier sind. Schon die ersten vier Etappen haben richtig Kraft gekostet. Aber Gerdemann, Sinkewitz und Klöden, der immer viel Arbeit gemacht hat, sind gut drauf", sagte Pevenage.

Am Donnerstag erreicht die Tour-Karawane am 2436m hohen Furka-Pass das "Dach" der Schweiz-Rundfahrt. Die "Königsetappe" beginnt in 1089m Höhe in Fiesch im Oberwallis und endet 212,2km später nach zwei Bergwertungen der höchsten und einer der ersten Kategorie rund 10km nach der Abfahrt vom 2315m hohen Albula-Pass in La Punt im Hochtal des Oberengadin.

© SID

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