Radsport Rundfahrt
Ullrich muss erneut abreißen lassen

Auf der dritten Etappe der Tour de Romandie siegte der Spanier Alberto Contador bei der Bergankunft in Leysin. Jörg Jacksche kam als Vierter ins Ziel, Jan Ullrich konnte das Tempo am Schlussanstieg nicht mitgehen.

Für Jan Ullrich ist es auf dem Weg zur Bestform noch ein weiter Weg, dafür sorgt ein anderer deutscher Radprofi für positive Schlagzeilen. Der Ansbacher Jörg Jaksche hat bei der 60. Tour de Romandie erneut seine glänzende Form unterstrichen, während Ullrich weiter hinterherfährt. Beim Tagessieg seines spanischen Teamkollegen Alberto Contador kam Jaksche auf der dritten Etappe als Vierter ins Ziel. Der Franke vom Team Liberty Seguros erreichte die 1318m hohe Bergankunft in Leysin mit 26 Sekunden Rückstand zum Sieger und schob sich hinter dem neuen Spitzenreiter Contador und dem zweitplatzierten Spanier Alejandro Valverde auf den dritten Gesamtrang vor. Tags zuvor war "Jay-Jay" auf der zweiten Etappe bereits Zweiter geworden.

Dagegen musste T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich im Schlussanstieg erwartungsgemäß abreißen lassen und kam nach 164,6km erneut mit mehr als zehn Minuten Rückstand ins Ziel. "Der Rückstand ist für mich nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass mein Knie keine Probleme macht und ich das Gefühl habe, dass die Kraft allmählich zurückkommt", erklärte der 32-Jährige.

Pevenage sieht ansteigende Form bei Ullrich

Bis zum Beginn des Schlussanstiegs 15km vor dem Ziel hatte Ullrich im Hauptfeld mitgehalten, dann musste er abreißen lassen. "Es hat sich eine große Gruppe von Fahrern zusammengefunden, die der Spitze nicht folgen konnte. Da habe ich mich angeschlossen", sagte der Tour-de-France-Sieger von 1997, der in der Gesamtwertung bereits mehr als 20 Minuten Rückstand zum Führenden aufweist. "Jan ist mit der anspruchsvollen Bergetappe besser als erwartet zurechtgekommen. Seine Leistungskurve zeigt nach oben", erklärte T-Mobiles sportlicher Leiter Rudy Pevenage.

Sevilla nach starkem Rennen Achter

Contador sicherte sich den Erfolg mit einem Antritt drei Kilometer vor dem Ziel und fuhr im Alleingang mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger, darunter Jaksche und T-Mobile-Fahrer Oscar Sevilla (Spanien), heraus. Tageszweiter wurde Valverde, auf den dritten Platz kam der Australier Cadel Evans (beide 24 Sekunden zurück). Sevilla wurde zeitgleich mit Jaksche Achter. "Oscar ist ein starkes Rennen gefahren und hat mehrfach attackiert. Leider ist er auf den letzten Kilometern nicht weggekommen", so Pevenage.

Für Sven Montgomery vom deutschen Team Gerolsteiner ist die Rundfahrt durch seine Heimat vorzeitig beendet. Der Schweizer erlitt bei einem Massensturz rund 90 Kilometern einen Schlüsselbeinbruch. Montgomery fällt auch für den anstehenden Giro d´Italia aus, will aber bei der Tour de Suisse im Juni wieder fahren.

Das vierte Teilstück führt am Samstag (ab 15.00 Uhr live im DSF) über einen 127,7km langen Rundkurs mit Start und Ziel in Sion. Dabei überqueren die Fahrer im 1545m hohen Crans Montana gut 25km vor dem Ziel den höchsten Punkt der diesjährigen Romandie-Rundfahrt. Am Sonntag (ab 15.30 Uhr) endet das Rennen mit einem 20,4km langen Zeitfahren in Lausanne.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%