Radsport Rundfahrt
Ullrich will sich den "letzten Schliff" holen

Jan Ullrich startet heute zu seiner insgesamt neunten Tour de Suisse. Der Wahl-Schweizer will sich und den Kritikern seine gute Form im Hinblick auf die Tour de France beweisen.

Heute beginnt bei der Tour de Suisse für Jan Ullrich die Woche der Wahrheit. "Ich will mir den Feinschliff für die Tour de France holen", so der Kapitän vom Team T-Mobile. In der zweiten Hälfte seines Lieblingsrennens stehen Ullrich schwere Bergpassagen bevor.

Doch einen Rückschlag befürchtet der bei den Giro-Anstiegen noch etwas verhalten gefahrene Wahl-Schweizer nicht: "Ich habe die Tour mehrmals erfolgreich bestritten und mich dort immer wohl gefühlt", so Ullrich vor den neun Etappen der Schweiz-Rundfahrt. 2004 hatte er das Goldtrikot gewonnen und im vergangenen Jahr den dritten Platz belegt, hinter dem spanischen Sieger Aitor Gomez und seinen T-Mobile-Kollegen Michael Rogers (Australien).

Team-Manager Ludwig erwartet keinen Tour-Sieg von Ullrich

Auch der Team-Manager des T-Mobile-Teams, Olaf Ludwig, verspricht sich bei der 70. Auflage der Tour de Suisse Klarheit über die Leistungsfähigkeit seines "Flaggschiffs": "Ich erwarte nicht von ihm, dass er die Rundfahrt gewinnt. Es geht um den Feinschliff, vor allem darum, dass er sich in den Bergen verbessert. Ich hätte natürlich auch nichts gegen Tagessiege". Damit dürfte Ludwig wohl vor allem an das Zeitfahren am Schlusstag denken.

Neben Ullrich absolvieren vier weitere T-Mobile-Fahrer die Generalprobe für die am 1. Juli beginnende "Große Schleife" durch Frankreich. Dabei haben Rogers, trotz vorzeitigem Giro-Ausstieg wegen Zahnproblemen, und der lange verletzte Andreas Klöden ihre Tour-Tickets sicher. Um einen von vier offenen Plätzen kämpfen noch Patrick Sinkewitz und der Italiener Giuseppe Guerini.

Der Teamleiter Rudy Pevenage sagt: "Wir bringen eine starke Mannschaft mit Ambitionen auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung an den Start", und setzt dabei auch auf Youngster Linus Gerdemann. Dem gebürtigen Westfalen war im Vorjahr beim Suisse-Debüt im CSC-Trikot mit einem Tagessieg der Durchbruch gelungen.

Auch Zabel sucht noch seine Form

Aus dem Milram-Team sucht auch "Ulles´" früherer T-Mobile-Kollege Erik Zabel seine Form in den Bergen. "Schließlich müssen sich auch die Sprinter auf die Tour vorbereiten", betont Zabels Ex-Chef Ludwig. Den schnellen Männern sind im Prinzip nur die ersten beiden Tage der Schweizer-Rundfahrt zugedacht, ehe es zweimal über welliges Terrain in vier Hochgebirgsetappen geht.

Gerolsteiner-Manager Hans-Michael Holczer zieht mit seinem Schweizer Quartett mit Sven Montgomery, Marcek Strauss und den Brüdern Markus und Beat Zberg an den Start. Zudem hat der Schwabe Routinier Georg Totschnig (Österreich) und die wohl ebenfalls für die Tour gesetzte Nachwuchshoffnung Markus Fothen auf der Rechnung: "Die werden sicher mal die Nase in den Wind stecken. Und der weht in der Regel am heftigsten an der Spitze des Feldes..."

© SID

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