Radsport Rundfahrt
Viele deutsche Eisen am "Henninger Turm" im Feuer

Bei der Rundfahrt "Rund um den Henniger Turm" in Frankfurt gehen heute 24 Teams an den Start. Auch die deutschen Jens Voigt, Erik Zabel und Stefan Schumacher rechnen sich beim Ein-Tages-Klassiker Siegchancen aus.

Mehrere deutsche Radprofis gehören heute bei der Rundfahrt "Rund um den Henninger Turm" zum Favoritenfeld. Ungeachtet der großen nationalen und internationalen Konkurrenz bläst Sprintstar Erik Zabel vor dem Auftritt in seinem "Wohnzimmer" zur Attacke: Am Tag der Arbeit will der Routinier vom Milram-Team heute beim Ein-Tages-Klassiker in Frankfurt zum vierten Mal nach 1999, 2002 und 2005 triumphieren.

"Für mich ist dieses Rennen eines der wichtigsten überhaupt. Ich habe sehr gute Erinnerungen daran und will an meine Erfolge anknüpfen", erklärte der 36 Jahre alte Rekordsieger Zabel, der in den vergangenen Tagen bei der Niedersachsen-Rundfahrt seine gute Form an der Seite seines italienischen Teamkollegen Alessandro Petacchi unter Beweis stellte.

Voigt und Schumacher rechnen sich Chancen aus

Allerdings wartet auf Zabel am 1. Mai einiges an Arbeit. "Viele deutsche Fahrer drängen sich auf, und diese Entwicklung macht große Freude. Es gibt nicht mehr nur eine Figur wie vor Jahren einen Jan Ullrich, die alles überstrahlt", sagt Radsport-Idol Rudi Altig.

Kein Wunder, dass der sportliche Leiter des 190,2-km-langen Klassikers mehrere deutsche Favoriten auf seiner Liste hat. Altig räumt unter anderem dem in dieser Saison schon fünfmal erfolgreichen "Ausreißerkönig" Jens Voigt (Team CSC) und Stefan Schumacher (Gerolsteiner), der vor gut einer Woche das Amstel Gold Race gewonnen hatte, gute Siegchancen ein.

Der "Renn-Schumi" aus Nürtingen hat aber große Konkurrenz im eigenen Stall. Im Italiener Davide Rebellin (2003) und dem Schweizer Markus Zberg (2001) stehen zwei ehemalige Henninger-Turm-Sieger im Gerolsteiner-Team.

T-Mobile ist "taktisch sehr gut aufgestellt

"Dieses Rennen gehört zu den wichtigsten der Saison. Unsere Form sollte reichen, um am 1. Mai um den Sieg mitzufahren", meinte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer ungeachtet der Tatsache, dass sein Vorzeige-Trio am Sonntag beim Frühjahrs-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich an den Start ging. Auch der dort mit einem Ausreißversuch gescheiterte Schumacher sieht im Henninger Turm das "absolute Highlight".

Auch der Hesse Patrik Sinkewitz, U23-Weltmeister Gerald Ciolek und Markus Burghardt als Gewinner des Halbklassikers Gent-Wevelgem (alle T-Mobile-Team) rechnen sich auf der Schleife durch den Taunus einiges aus. "Wir sind taktisch sehr gut aufgestellt", versicherte Sportdirektor Rolf Aldag vor der 46. Auflage des Traditionsrennens. Und Teamchef Bob Stapleton ergänzte: "Die Strecke liegt Ciolek. Wenn er im Finish dabei ist, fährt er aufs Podium."

Insgesamt 24 Mannschaften, darunter acht Protour-Teams, gehen am Dienstag ab 10.40 Uhr auf die Strecke, an der mehr als eine Million Zuschauer erwartet werden. Die Verantwortlichen haben ihr Bemühen um die Aufnahme des Frankfurter Klassikers in die Protour-Serie des Weltverbandes UCI forciert. "Diesen Status hätten wir längst verdient. Wir haben eine sichere und gute Veranstaltung. Und das beste Publikum", betonte Veranstalter Bernd Moos-Achenbach, der der UCI in der vergangenen Woche einen entsprechenden Brief zukommen ließ. An eine zeitnahe Entscheidung glaubt Moos-Achenbach allerdings nicht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%