Radsport-Star
Armstrong auf PR-Tour im Kriegsgebiet

Fernab der Heimat fühlt sich Lance Armstrong derzeit am wohlsten. Dick eingepackt in eine Militärjacke, den Helm auf dem Kopf und die Sonnebrille auf der Nase lässt sich der siebenmalige Tour-Sieger von amerikanischen Soldaten in Afghanistan feiern. Für den teilverrenteten Radsport-Star ist der Truppenbesuch eine willkommene Abwechslung, um sein Image aufzubessern - denn in der Heimat jagt ihn immer noch Doping-Ermittler Jeff Novitzky.

"Es war total intensiv. Ich mache das nicht sehr häufig, es ist ziemlich verrückt", sagt Armstrong nach einer Schießeinlage. Der 39-Jährige probierte sich an einer Kalaschnikow, einer Mk48 und einer M4 - Afghanistan als Schlaraffenland für einen wahren Texaner.

Autogramme im Hubschrauber-Hangar

Mit den Komikern Lewis Black und Kathleen Madigan hatte Armstrong zuvor die Hubschrauber-Hangar der Operationsbasis Fenty im Osten des Landes besichtigt. Bereitwillig gab der Radioshack-Kapitän Autogramme, posierte für Fotos und nahm eine Ehrenmedaille in Empfang.

Und Armstrong, ganz der PR-Mann, feiert sich für seinen vorweihnachtlichen Ausflug in den Irak und nach Afghanistan auf der Kurznachrichtenplattform Twitter selbst. "Acht Meilen mit der Truppe gerannt" oder "Neun Meilen durch den Staub von Kandahar" ist da zu lesen. In Bagram ließ sich Armstrong in einem Zelt von Tausenden feiern: "Das hat gerockt. Es ist uns eine Ehre, hier zu sein."

Positive Schlagzeilen für den Radsport-Star

Armstrong schafft sich selbst die positiven Schlagzeilen, die ihm durch die Ermittlungen von Novitzky verwehrt bleiben. Der Drogenfahnder verfolgt eifrig seine Mission, Armstrong und dem früheren US-Postal-Rennstall wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Korruption vor Gericht zu stellen.

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