Radsport Tour de France
Basso rechnet mit Jan Ullrich bei Tour de France

Giro-Sieger Ivan Basso rechnet bei der Tour de France mit einem offenen Schlagabtausch mit Jan Ullrich. "Jan ist ein großer Champion, ich habe großen Respekt vor ihm", sagte der Italiener in London.

Ein "Duell mit offenem Ausgang" gegen Jan Ullrich wird es bei der diesjährigen Tour de France geben. Das ist die Prognose von Giro-Sieger Ivan Basso, der Hochachtung vor seinem deutschen Rivalen bekundet hat: "Jan ist ein großer Champion, ich habe großen Respekt vor ihm", sagte der Italiener bei der Präsentation des CSC-Aufgebotes für die Frankreich-Rundfahrt (1. bis 23. Juli) in London.

Er rechne damit, in den beiden Einzelzeitfahren "zwischen zwei und vier Minuten" auf Ullrich zu verlieren, sagte der 28-Jährige. Diese Zeit müsse er in den Bergen gutmachen: "Ich werde alles versuchen, aber ob es mir gelingt, weiß ich nicht, denn das hängt auch von Jan ab." Dessen Sieg in der Tour de Suisse habe ihn in keiner Weise überrascht: "Wenn daran gezweifelt wurde, ob er fit zur Tour kommen würde, habe ich mich immer nur amüsiert. Ich hatte nie einen Zweifel daran."

Da es diesmal in Frankreich nur drei Bergankünfte gebe, seien seine Möglichkeiten begrenzt, Rückstände im Zeitfahren aufzuholen, bekannte Basso: "Die Streckenführung 2006 ist nicht auf mich maßgeschneidert, aber letztlich entscheidet nicht die Strecke über den Ausgang, sondern die Form." Er hoffe, dass er "ab der zweiten Tour-Woche" wieder an seine Giro-Leistung anknüpfen könne.

Basso absolviert intensive Tour-Vorbereitung in den Alpen

Nach seinem Giro-Erfolg Ende Mai hat Basso nur noch kleinere Rennen bestritten und dazwischen intensiv in den Alpen und in der Toskana trainiert. Teamchef Bjarne Riis zeigte sich zuversichtlich, dass dies der richtige Weg war: "Jeder weiß, dass ein Double Giro-Tour nicht einfach ist, aber ich traue es Ivan zu", meinte der Däne, der 1996 als Telekom-Kapitän die Tour gewann und ein Jahr später von Ullrich abgelöst wurde.

Riis hat, wie T-Mobile für Ullrich, das CSC-Aufgebot ganz auf den Kapitän abgestellt. Er verzichtete in letzter Minute dafür sogar auf den Schweizer Fabian Cancellara ("Das war ein Schock für mich"), den Sieger von Paris-Roubaix, und entschied sich für den ehemaligen Lance-Armstrong-Helfer Christian Vandefelde (USA), "weil dieser im Gebirge stärker ist". Die stärkste Unterstützung dort soll aber vom Spanier Carlos Sastre kommen.

Keinen Zweifel gab es an der Nominierung des Berliners Jens Voigt, der damit zum achten Mal auf die Große Schleife geht: "Jens ist ein Weltklassefahrer, jeder kennt seine Qualitäten, auf ihn kann man immer bauen", erklärte Riis.

© SID

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