Radsport Tour de France
Bescheidene Tour-Ziele bei Team Gerolsteiner

Das Team Gerolsteiner übt sich vor der 93. Tour de France in gewohnter Bescheidenheit: "Wir haben wieder eine Top-10-Platzierung im Visier", sagt Teamchef Hans-Michael Holczer.

Vor der 93. Tour de France gibt sich das Team Gerolsteiner trotz jüngster Erfolge bescheiden: "Wir haben wieder eine Top-10-Platzierung im Visier", sagt Teamchef Hans-Michael Holczer und setzt dabei erneut auf seine beiden Klassementsfahrer Levi Leipheimer (USA) und Georg Totschnig (Österreich).

"Aber natürlich hätte ich auch nichts gegen einen Tagessieg. Wir haben gesehen, wie schön es ist, eine Etappe bei der Tour zu gewinnen. Das würde ich mir wieder wünschen. Aber wir werden nicht krampfhaft darauf hinarbeiten", sagt Holczer. Im vergangenen Jahr hatte Totschnig in den Pyrenäen den ersten Tour-Tagessieg für die Eifel-Truppe geholt, die seit 2003 bei der "Großen Schleife" dabei ist und sich jedes Jahr besser präsentierte.

Leipheimer mit viel Selbstbewusstsein

2004 war der inzwischen 35-jährige Österreicher Gesamtsiebter geworden, im Vorjahr kam Leipheimer (32) auf Rang sechs. Die Tour-Generalprobe Anfang Juni verlief für den US-Profi mit dem Gewinn der Dauphine Libere in den französischen Alpen optimal. Erneut teilen sich beide Routiniers die Kapitänsrolle.

"Sie können beide wieder vorne landen", sagt Holczer. Wer die besseren Karten hat, muss sich wieder während der Rundfahrt zeigen. Leipheimer jedenfalls hat sein Ziel etwas höher gesteckt als der Teamchef: "Mein Traum ist es, in Paris auf dem Podium zu stehen."

Im Gegensatz zu T-Mobile, wo alles auf Jan Ullrich ausgerichtet ist, erhalten bei Gerolsteiner traditionell alle neun Fahrer "freie Fahrt", sobald sich eine Chance bietet. Holczer: "Für Zielankünfte bei etwas rauherem Gelände haben wir Fabian Wegmann dabei, für die Sprints David Kopp und Peter Wrolich, fürs Zeitfahren unseren deutschen Meister Sebastian Lang."

Mischung aus Jugend und Erfahrung

Der Schwabe baut auf eine Mischung aus Jugend und Erfahrung. "Wie Leipheimer und Totschnig gehören auch Wrolich und Beat Zberg zu den Älteren. Aber bis auf Kopp und Markus Fothen hatten auch die Jüngeren schon Tour-Erfahrung", analysiert er sein Team. "Gespannt" ist er vor allem auf Fothen. "Markus hat schon mit seinem zwölften Platz beim Giro-Debüt 2005 gezeigt, dass ihm so lange Rundfahrten gut liegen."

Für einen "Gerolsteiner" hatte die Tour bereits vorzeitig begonnen. Während Holczer und der Rest der Mannschaft am Mittwoch per Auto die Reise nach Straßburg antraten, war Ronny Scholz mit dem Rad zum Prologstart ins Elsass unterwegs. "Das sind ja nur rund 110 Kilometer. Wahrscheinlich wird er unterwegs noch eine Zusatzschleife drehen", schmunzelt Holczer und hofft, dass ihm auch in gut drei Wochen in Paris die gute Laune noch nicht vergangen ist.

© SID

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