Radsport Tour de France
Contador in seiner Heimat frenetisch gefeiert

Großer Bahnhof für Tour-Sieger Alberto Contador: Bei der Rückkehr in seine spanische Heimat wurde er am Madrider Flughafen von begeisterten Fans empfangen. Auch Alt-Stars wie Miguel Indurain gratulierten dem Tour-Sieger.

Für Spaniens neues Radsport-Idol Alberto Contador, den Sieger der Tour de France 2007, waren einen Tag nach seinem Triumph auf den Champs-Elysees bei der Rückkehr in die Heimat glanzvolle Empfänge und Feiern angesagt. Seine angebliche Verbindungen zum umstrittenen Arzt Eufemiano Fuentes fand in den iberischen Medien hingegen keine Erwähnung.

Vier Sonderbusse hatte Bürgermeisterin Miriam Rabaneda geordert, um den nun berühmtesten Bürger seines Heimatortes Pinto vom Madrider Flughafen nach Hause zu eskortieren. Die 38 000 Einwohner zählende Kleinstadt liegt 20km südlich vor den Toren der Metropole. Nach der Ehrung im Rathaus von Pinto stand die Rückkehr nach Madrid auf dem Programm.

Dort hatte Regional-Präsident Esperanza Aguirre für den frühen Abend zu einem großen Empfang auf der Plaza del Sol geladen. Bereits unmittelbar nach dem Tour-Sieg war Contador telefonisch von Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero beglückwünscht worden.

Riesenparty in Pinto

Für den späten Montagabend wurde eine Riesenparty in Pinto organisiert. Schon am Sonntag hatten 2000 Fans Contadors "Tour d'honneur" nach Paris vor einer Großleinwand auf dem Rathausplatz zu den Klängen des Rock-Klassikers "We are the Champions" bejubelt.

Viel Lob erhielt der 24 Jahre alte Tour-Held von Spaniens Radsport-Ikonen Federico Bahamontes und Miguel Indurain. Für Bahamontes, 1959 Spaniens erster Tour-Sieger, ist Contador "einer der besten Kletterer, die es momentan gibt. Wir werden von ihm noch weitere große Erfolge sehen."

"Symbol des neuen Radsports"

Auch Indurain attestierte seinem Nachfolger eine große Leistung, schickt aber eine Warnung hinterher: "Das Schwerste wartet noch auf ihn. Jetzt muss er lernen, mit dem Druck des Ruhms fertig zu werden." Indurain hatte die Tour zwischen 1991 und 1995 als erster Fahrer fünfmal in Serie gewonnen.

Den Shooting-Star des US-Rennstalls Discovery Channel feiert die Tageszeitung AS ungeachtet aller Dopingspekulationen bereits als "Symbol des neuen Radsports" und "Champion der Hoffnung". Ebenso überschwänglich wie unkritisch titelt auch Marca: "Das neue Juwel des Radweltsports".

© SID

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