Radsport Tour de France
Däne Rasmussen setzt sich "Berg-Krone" auf

Der Däne Mickael Rasmussen hat die "Königsetappe" der 93. Tour de France gewonnen. Der Rabobank-Profi setzte sich bei der Bergankunft nach 182km zwischen Bourg d´Oisans und La Toussuire im Alleingang duch.

Nicht zu schlagen war Mickael Rasmussen auf der "Königsetappe" der 93. Tour de France. Der Rabobank-Profi setzte sich bei der Bergankunft nach 182km und 5:36:04 Stunden zwischen Bourg d´Oisans und La Toussuire im Alleingang durch und machte damit seinen zweiten Tour-Etappensieg nach dem Erfolg im vergangenen Jahr in Mülhausen perfekt. Durch seine 170km lange Soloflucht übernahm der 32-jährige Däne auch die Führung in der Bergwertung.

Unterdessen verlor Floyd Landis das Gelbe Trikot, für Andreas Klöden war die zweite Alpenetappe hingegen ein großer Tag. "Ich bin hoch zufrieden und kann mich nur bei meinen Teamkollegen Michael Rogers und Eddy Mazzoleni für ihre große Hilfe bedanken", sagte der T-Mobile-Kapitän nach seinem fünften Rang, mit dem er auf Platz drei der Gesamtwertung vorfuhr. "Die letzte Alpenetappe am Donnerstag wird noch einmal extrem schwer. Ich werde sehen, was ich machen kann, um die Ausgangsposition vor dem Zeitfahren am Samstag noch zu verbessern."

Der 31-jährige Cottbuser fuhr als Fünfter der "Königsetappe" auf den dritten Rang der Gesamtwertung vor, während Phonak-Kapitän Landis rund 7:30 Minuten auf die Favoriten verlor. Es war der größte Einbruch eines Mannes in Gelb seit 1998, als Ullrich die Tour in den Alpen gegen Marco Pantani verlor.

Hinter Rasmussen wurde Carlos Sastre (CSC) 1:41 Minuten zurück Zweiter. Der Spanier hatte 13km unterhalb des Zieles mit seiner Attacke das Landis-Drama eingeleitet. Der bis dahin so souverän wirkende Amerikaner fiel wie aus heiterem Himmel zurück und musste vom Teamkollegen Axel Merckx ins Ziel geschleppt werden.

Pereiro, Sastre und Klöden kämpfen um Gelb

Als Dritter sicherte sich der Spanier Oscar Pereiro (CE-Balears/1;54) noch wertvolle acht Sekunden Zeitgutschrift vor dem Australier Cadel Evans (Davitamon) und Klöden (beide 1:56). Der beim Tourstart kaum beachtete 28-jährige Pereiro, bisher zweimal Tour-Zehnter, übernahm nach nur einem Tag wieder Gelb von Landis und liegt nun 1:50 Minuten vor Sastre und 2:29 vor Klöden. Diese Drei dürften den Gesamtsieg unter sich ausmachen.

Auch der Kaarster Markus Fothen (Gerolsteiner) fuhr auf den letzten Kilometern wieder an Landis vorbei und verteidigte als 17. mit 8:37 Minuten Rückstand sein Weißes Trikot gegen den Italiener Damiano Cunego, auch wenn dieser weiter Boden gutmachte: "Ich habe gekämpft bis zum Umfallen und werde das weiter tun", versprach der 24 Jahre alte Debütant, der weiter 15. der Gesamtwertung ist.

Als Tages-Neunter (3:24) verbesserte sich sein Kapitän Levi Leipheimer auf Rang sieben (7:46), hat aber kaum noch Chancen auf das Podium. Der Amerikaner hatte als erster der Favoriten schon auf halber Strecke attackiert, wurde aber 8km unter dem Gipfel wieder gestellt.

Rasmussen beendet Solo-Ritt erfolgreich

Rasmussen dagegen hielt sich allein vorn. Der 25-Jährige war kurz nach dem Start in einer Dreiergruppe ausgerissen und fuhr die letzten 100km als Solist. Am Fuß des 18km langen Schlussanstieges, dem letzten dieser Tour, hatte er 4:30 Minuten vor Leipheimer und 6:20 vor den Favoriten gelegen. 15km vor Schluss attackierte der Russe Denis Mentschow (Rabobank) als Erster, doch der Vorstoß wurde abgefangen. Dann startete Sastre seine Attacke, die zum Desaster für Landis wurde.

Am Tag nach Alpe d´Huez waren bei brütender Hitze zwei Anstiege der höchsten und einer der ersten Kategorie zu bewältigen, insgesamt ging es rund 90 Kilometer lang bergauf, darunter schon nach 43km über das Dach der Tour, den 2646m hohen Galibier. Im Kreis der Podiumsanwärter blieben auch noch der überraschend starke Franzose Cyril Dessel (Ag2r/2:43 hinter Pereiro), Evans (2:56) und Mentschow (3:58).

© SID

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