Radsport Tour de France
Die Höhepunkte der 93. Tour de France

Vom Prolog bis zur abschließenden "Tour d´Honneur": Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat noch einmal alle Höhepunkte der 20 Etappen der Tour de France im Zeitraffer zusammengefasst.

Die 93. Tour de France ist vorbei. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat deshalb alle 20 Etappen noch einmal im Zeitraffer zusammengefasst.

Prolog (1.7.), Einzelzeitfahren in Straßburg (7,1km): Thor Hushovd wird Prologsieger. Der Norweger von Credit Agricole siegt mit sieben Zehntelsekunden vor Discovery-Profi George Hincapie. Der Gerolsteiner Sebastian Lang wird Vierter, bester T-Mobile-Fahrer ist Australiens Weltmeister Michael Rogers auf Platz sieben.

1. Etappe (2.7.), Straßburg-Straßburg (184,5km): Der Franzose Jimmy Casper von Cofidis überrascht die Sprinter-Elite und siegt vor dem Australier Robbie Mcewen von Lotto und Milram-Kapitän Erik Zabel. Casper übernimmt das Grüne Trikot. Erster "Berg-König" ist der Freiburger Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner. Die Führung im Gesamtklassement übernimmt Hincapie.

2. Etappe (3.7.), Obernai - Esch-sur-Alzette/Luxemburg (216,5km): Mcewen übernimmt das Grüne Trikot durch seinen Sieg vor Belgiens Weltmeister Tom Boonen und Hushovd, der sich das Gelbe Trikot zurückholt. Im Finale war T-Mobile-Profi Matthias Kessler nach kurzer Soloflucht erst 200 Meter vor dem Ziel gestellt worden. Wegmann verliert sein Bergtrikot an den Spanier David de La Fuente.

3. Etappe (4.7.), Esch-sur-Alzette/Luxemburg - Valenburg/NL (216,5km): Als 17. Deutscher gewinnt T-Mobile-Fahrer Matthias Kessler eine Tour-Etappe. Der Nürnberger setzt sich vor Rogers durch. Rang vier vor Zabel reicht Boonen, um das Gelbe und Grüne Trikot übernehmen. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrer ergattert der Kaarster Markus Fothen vom Team Gerolsteiner. Für Topfavorit Alejandro Valverde aus Spanien ist die Tour nach einem Sturz beendet.

4. Etappe (5.7.), Huy/Belgien - St. Quentin (207km): Mcewen siegt und holt das Grüne Trikot zurück. Vor dem Kölner David Kopp vom Team Gerolsteiner wird Boonen Vierter und verteidigt damit die Gesamtwertungführung. In Weiß fährt weiter Fothen.

5. Etappe (6.7.), Beauvais - Caen (225km): Spaniens Ex-Weltmeister Oscar Freire von Rabobank siegt vor Boonen, der Gelb behält. Kopp wird Vierter vor Mcewen, Zabel Neunter. Eine fast 200km lange Flucht endet für den Berliner Milram-Profi Björn Schröder rund 3 000 Meter vor dem Ziel.

6. Etappe (7.7.), Lisieux - Vitre (189km): Mcewen macht seinen elften Tour-Etappensieg seit 1999 perfekt und verbessert sich im Gesamtklassement auf Rang zwei hinter Boonen. Zabel wird an seinem 36. Geburtstag Siebter. Fothen verliert sein Weißes Trikot an den Franzosen Benoit Vaugrenard.

7. Etappe (8.7.), Einzelzeitfahren Saint-Gregoire - Rennes (52km): Dank Sergej Gontschar erobert das T-Mobile Team erstmals nach vier Jahren wieder das Gelbe Trikot und auch die Führung in der Mannschaftswertung. Der Ukrainer gewinnt vor dem US-Profi Floyd Landis sowie Lang und Rogers. Patrik Sinkewitz, Marcus Fothen und Andreas Klöden belegen die Plätze sechs bis acht. Fothen holt sich das Weiße Trikot zurück.

8. Etappe (9.7.), Saint-Meen-le-Grand - Lorient (181km): Als Solist gewinnt der Franzose Sylvain Calzati vom Ag2r-Team mit zwei Minuten Vorsprung vor den Verfolgern. An den Spitzen der Klassements gibt es keine Veränderungen.

9. Etappe (11.9.), Bordeaux - Dax (169,5km): Freire holt sich seinen zweiten Tagessieg vor Mcewen, Zabel und Boonen. Zabels Teamkollege Christian Knees wird nach einer 160-km-Flucht erst 3,5 km vor dem Ziel gestellt. Der Bonner wird als Kämpfer des Tages ausgezeichnet. Fothen verliert durch eine Unachtsamkeit auf der Zielgeraden 13 Sekunden.

10. Etappe (12.9.), Cambo-les-Bains - Pau (190,5km): Die erste Pyrenäen-Etappe geht für das T-Mobile Team mit dem Verlust des Gelben Trikots und der Kür eines neuen Kapitäns zu Ende. Gontschar verliert die Führung an den Franzosen Cyril Dessel, Klöden ist die neue Nummer 1 in Magenta. Tagessieger wird der Spanier Juan Miguel Mercado. Dessel eroberte neben Gelb auch das Bergtrikot, bester Nachwuchsfahrer bleibt Fothen.

11. Etappe (13.7.), Tarbes/Frankreich - Val d´Aran Pla-de-Beret/Spanien (206,5km): In einem Ausscheidungsfahren holt sich Landis bei der ersten Bergankunft das Gelbe Trikot. Ihm reicht dazu der dritte Platz hinter dem russischen Tagessieger Denis Mentschow und Levi Leipheimer vom Team Gerolsteiner. Klöden wird 1:31 Minuten zurück Neunter, Fothen mit 3:06 Minuten Rückstand 13. und verteidigt damit das Weiße Trikot. Über 100km waren Wegmann und de la Fuente, der sich das Bergtrikot zurückholt, an der Spitze gefahren.

12. Etappe (14.7.), Luchon - Carcassonne (211,5km): Ausreißer Jaroslaw Popowytsch aus der Ukraine wird am französischen Nationalfeiertag Etappensieger. Die Favoriten schonen sich.

13. Etappe (15.7.), Beziers - Montelimar (230km): Der Berliner Jens Voigt macht fünf Jahre nach seinem bisher einzigen Erfolg am längsten Tour-Tag seinen zweiten Etappensieg vor seinem spanischen Fluchtbegleiter Oscar Pereiro perfekt. Da beide rund eine halbe Stunde vor dem Hauptfeld ankommen, fährt Pereiro ins Gelbe Trikot.

14. Etappe(16.7.), Montelimar - Gap (180,5km): Kessler erreicht 12:04 Minuten nach dem französischen Etappensieger Pierrick Fedrigo das Ziel und ist sauer über einen Sturz 38km vor dem Ziel. Der Nürnberger war in einer Ausreißergruppe gefahren, aus der Fedrigo siegt. Pereiro bleibt Gesamterster.

15. Etappe (18.7.), Gap - L´Alpe d´Huez (187km): Klödens Angriff auf das Gelbe Trikot scheitert auf der ersten Alpenetappe, er belegt den fünften Rang. Landis übernimmt als Tagesvierter das Gelbe Trikot und hält seinen Vorsprung auf Klöden von 2:29 Minuten. Zum Jubiläumssieger der 25. Zielankunft auf 1 850 Meter Höhe krönt sich CSC-Profi Frank Schleck, der nach als erster Luxemburger in L´Alpe d´Huez triumphiert. Fothen verteidigt sein Weißes Trikot. Belgiens Weltmeister Boonen, ohne Etappensieg geblieben, gibt auf.

16. Etappe (19.7.), Bourg-d´Oisans - La Toussuire (182km): Landis verliert rund 7:30 Minuten auf die Favoriten. Es ist der größte Einbruch eines Mannes in Gelb seit 1998, als Ullrich die Tour in den Alpen gegen Marco Pantani verlor. Tagessieger nach 170km langer Solofahrt wird der Däne Mikael Rasmussen, der das Bergtrikot erobert. Klöden wird Fünfter und ist nun mit 2:29 Minuten Rückstand Dritter im Gesamtklassement, das Pereiro mit 1:50 Minuten Vorsprung vor dem Spanier Carlos Sastre wieder anführt.

17. Etappe (20.7.), Saint-Jean-de-Maurienne - Morzine (200,5km): Landis fährt wie entfesselt zum Sieg und verbessert sich vom elften auf den dritten Gesamtrang, nur 30 Sekunden hinter Pereiro und 18 hinter dessen Landsmann Carlos Sastre. Am Morgen hatte Landis noch 8:08 Minuten Rückstand gehabt. Klöden kommt als Achter an und fällt auf Platz vier zurück. Fothen verliert das Weiße Trikot an den Italiener Damiano Cunego. CSC-Profi Rasmussen ist das Bergtrikot rechnerisch nicht mehr zu nehmen, T-Mobile erobert die Führung in der Teamwertung zurück.

18. Etappe (21.7.), Morzine - Macon (197km): Ronny Scholz verpasst knapp den ersten Etappensieg für Gerolsteiner. Der Brandenburger wird im Spurt eines Ausreißer-Trios Dritter hinter dem italienischen Tagessieger Matteo Tosatto und dessen Landsmann Christian Moreni. Da Sprintrivale Freire erkrankt aufgibt, ist Mcewens Führung im Grünen Triko uneinholbar. Pereiro fährt weiter in Gelb, Cunego in Weiß.

19. Etappe (22.7.), Einzelzeitfahren Le Creusot - Montceau-les-Mines (57km): Klöden schafft den Sprung auf das Podest und Landis übernimmt das Gelbe Trikot. Fothen kann Cunego das Weiße Trikot nicht mehr abjagen. Den Kampf gegen die Uhr gewinnt Gontschar überlegen vor Klöden und Landis, der im Gesamtklassement vor Pereiro und Klöden führt. Sastre fällt auf Rang vier zurück.

20. Etappe (23.7.), Sceaux/Antony - Paris/Champs-Elysees (154,5km): Bei der "Tour d´Honneur" sind am Ende die Sprinter unter sich. Letzter Tagessieger wird Prologgewinner Thor Hushovd vor den Australiern Robbie Mcewen und Stuart O´Grady sowie Erik Zabel. In den Klassements ändert sich an der Spitze nichts mehr.

© SID

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