Radsport Tour de France
Die Tour-Splitter vom 10.Juli

Aurelien Passeron hat nach einem Crash mit einem Fan die Tour nach der fünften Etappe abgebrochen. Sein Team Saunier Duval startet nun als erste Mannschaft mit sieben Fahrern.

Die Splitter zur 95. Auflage der Tour de France. Zusammengestellt vom Sport-Informations-Dienst (sid).

LÄDiert: An Armen und Beinen bandagiert trat Tour-Favorit Alejandro Valverde am Donnerstag zum Start der 6. Etappe in Aigurande an. Der Spanier war am Vortag ebenso gestürzt wie der Cottbuser Heinrich Haussler, der Kratzer und Schürfwunden abbekam. Magenprobleme machten Hausslers Gerolsteiner-Teamkollegen Robert Förster zu schaffen.

Crash-Debakel: Die Kollision eines unvorsichtigen Radsportfans am Mittwoch auf der 5. Etappe mit dem französischen Profi Aurelien Passeron hat für beide Seiten gravierende Folgen. Die Zuschauerin landete mit einem Unterarmbruch im Krankenhaus, Passeron konnte wegen Rücken- und Unterleibs-Blessuren am Donnerstag zur 6. Etappe nicht mehr antreten. Sein Team Saunier Duval hat nun als erster der 20 Rennställen nur noch sieben Fahrer im Rennen. Insgesamt traten noch 176 Fahrer an.

Relaxed: Während Erik Zabel beim Sprintfinale am Mittwoch in Chateauroux vergeblich auf den ersten Tagessieg bei der Tour 2008 hoffte, aber immerhin aufs Podest fuhr, entspannte sich sein ehemaliger Milram-Kapitän Alessandro Petacchi auf einem Weingut im italienischen Erbusco. Der noch bis August wegen Doping gesperrte und deshalb bei Milram entlassene Italiener feierte den schnellen Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber. Der Sprinter hat beim zweitlassigen LPR-Team einen Vertrag erhalten.

FÜRstlich: Fürst Albert von Monaco hat der Tour am Donnerstag adligen Glanz verliehen. Das Grimaldi-Oberhaupt begleitete das Peleton im Fahrzeug von Tour-Chef Christian Prudhomme und sammelte dabei schon Erfahrungen für das kommende Jahr. 2009 findet der Start der 96. "Großen Schleife" in Monte Carlo statt.

Weitblick: Der nicht für die Frankreich-Rundfahrt 2008 zugelassene Tour-Sieger Alberto Contador verschwendet keine Gedanken an die entgangene Titelverteidigung und bereitet sich bereits auf die Spanien-Rundfahrt im Herbst vor. Der diesjährige Giro-Sieger erkundete am Mittwoch und Donnerstag mit Astana-Teamkollegen die Gipfel auf der spanischen Seite der Pyrenäen, die im französischen Baskenland von der Tour-Karawane erst am Wochenende erreicht werden.

Statement: Für den dreimaligen Tour-Sieger Greg Lemond ist der Radsport-Weltverband UCI eine überholte Instution, die "nur noch Lizenzen abstempelt und Regeln ausarbeitet". Der erste US-Toursieger plädiert für einen neuen von Rennveranstalter und Teams gegründeten Verband. Er schlägt sich damit auf die Seite des Tour-Veranstalters ASO, der aus der UCI-Protour-Serie ausscherte. Unterdessen kündigte die UCI an, die Protour ausbauen und ein Rennen im südafrikanischen Pietermaritzburg ab 2010 in die Eliteserie aufnehmen zu wollen.

© SID

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