Radsport Tour de France
Die Tour-Splitter vom 11. Juli

Der Aberglaube fährt beim Schweizer Fabian Cancellara mit. Der in der Startliste als Nummer 13 geführte Zeitfahr-Profi hat die "Unglückszahl" deshalb auf seinem Trikot umgenäht.

Die Splitter zur 95. Auflage der Tour de France. Zusammengestellt vom Sport-Informations-Dienst (sid).

Bohrend: Eine Sitzung beim Zahnarzt musste der zweimalige Vize-Weltmeister Alejandro Valverde einen Tag nach seinem schweren Sturz am Mittwoch bei der Tour absolvieren. Der Tour-Auftaktsieger hatte bei dem Sturz eine Plombe verloren und musste die Zahnfüllung erneuern lassen.

Tradition: 49 Jahre nach seinem Landsmann Charly Gaul hat Kim Kirchen eine Luxemburger Tradition bei der Tour fortgesetzt. Der Kapitän vom T-Mobile-Nachfolgeteam Columbia eroberte das Gelbe Trikot, das Gaul letztmals 1959 für die Farben der Großherzogtums getragen hatte. Der zweimalige Berg-König hatte die Tour als vierter und bis heute letzter Luxemburger 1958 gewonnen.

Aberglaube: Der Schweizer Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara geht bei der Tour auf Nummer sicher. Der in der Startliste mit der Nummer 13 geführte CSC-Profi hat die "Unglückszahl" auf seinen Trikot vorsichtshalber etwas umgenäht, was sogar von den strengen Renn-Kommissaren toleriert wird.

Sparsam: Rund ein Dutzend der derzeit noch 176 Tour-Teilnehmer machen jeden morgen vor dem Etappenstart Gebrauch von einem kostenlosen Telefonservice, der auch Gespräche ins Ausland unentgeltlich vermittelt. Das Angebot nutzt auch der Belgier Wim Vansevenant, der derzeit die "Rote Laterne" im Gesamtklassement besitzt und kaum Chancen auf üppige Prämien hat.

Vorsorge: Ungewöhnlich früh kann der dreimalige Straßen-Weltmeister Oscar Freire für seine nähere Radsport-Zukunft planen. Der 32-jährige Spanier bleibt beim niederländischen Rabobank-Rennstall, der den Vertrag mit dem dreimaligen Tour-Etappensieger vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum Saisonende 2010 verlängerte.

Leckereien: Eine beliebte französische Bonbonsorte ist vor allem für Kinder der Renner bei der Werbekolonne der Tour. Rund zwei Mill. Beutel mit den begehrten Süßigkeiten im Wert von rund 600. 000 Euro werden auf den 21 Etappen aus den vor dem Tour-Peloton fahrenden Wagen verteilt.

Spritfresser: Die Wagen-Kolonne der Tour-Organisation ASO muss auf der über 3 500 km langen Reise bis nach Paris kräftig Sprit zahlen. Der rund 200 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark verbraucht täglich Kraftstoff für 6 000 bis 8 000 Euro.

© SID

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