Radsport Tour de France
Die Tour-Splitter vom 7. Juli

Bevor die 15. Etappe der Tour starten kann, müssen am Pass des Col Agnel noch Straßenbauarbeiten durchgeführt werden. Außerdem sorgen sich die Teams um steigende Spritpreise.

Die Splitter zur 95. Auflage der Tour de France. Zusammengestellt vom Sport-Informations-Dienst (sid).

Ehrenrunde: Einem der größten Tour-Helden des Landes zollte der französische Tour-Veranstalter ASO am Montag Tribut. 31,5 km nach dem Start der dritten Etappe in Saint-Malo passierte der Tour-Tross das Dorf Calorguen, Heimatort des fünfmaligen Tour-Siegers Bernard Hinault. Die Ehefrau des beliebten Bretonen ist als Bürgermeisterin in ihrer Heimatgemeinde engagiert.

Comeback: Der nach seinem Dopinggeständnis für Verfehlungen in den 90er-Jahren aus den Siegerlisten des Tour-Veranstalter ASO gestrichene Däne Bjarne Riis ist nach rund einem Jahr wieder in die Reihe der Tour-Helden aufgenommen worden. Die ASO-Organistoren folgten damit dem Beispiel des Radsport-Weltverbandes UCI, der dem einstigen Telekom-Kapitän wegen des Verjährungsfaktors stets den Tour-Sieg von 1996 belassen hatte.

Wechsel: Der frühere belgische Straßenradmeister Gert Steegmann wird seine Heimat verlassen und in den kommenden zwei Jahren für das italienische Tinkoff-Team fahren. Das gab der 27 Jahre alte Quickstep-Profi am Rande der Tour bekannt. Steegmann war 2007 in Gent Tour-Etappensieger vor seinem Teamkollegen Tom Boonen, der wegen eines positiven Kokain-Befundes von der Frankreich-Rundfahrt 2008 ausgeschlossen ist.

RÜCkzug: Sprint-Ass Robbie Mcewen bereitet sich bereits auf ein Leben nach dem Radsport vor. Der Australier kündigte seinen Rücktritt für das Saisonende 2010 an, bis dahin will der Lotto-Profi eine entsprechende Alters-Residenz in seiner Heimatstadt Brisbane bauen lassen.

Sackgasse: Die nahende Tour-Karawane setzt die Straßenbauarbeiter am Angel-Gipfel in den Alpen unter Druck. Die Pass-Passage der 15. Tour-Etappe nach Italien ist rund zwei Wochen vor der Ankunft der Fahrer am 20. Juli noch gesperrt. Abgesackter Straßenbelag muss ausgebessert werden, zudem ist eine Steinschlag-Schutzmauer eingestürzt.

Sparkurs: Die steigenden Energie-Preise machen zunehmend den Radsportteams zu schaffen. Aus diesem Grund ist der französische Bouygues-Rennstall bei den Rennen mit einem Materialwagen weniger als üblich vertreten. Nach Angaben von Teammanager Jean-Rene Bernaudeau liege das Budget für jährlich zu fahrende rund 1,2 Mill. Kilometer bei 140 000 Euro, in dieser Saison sei der Etat bereits um rund 30 000 Euro überzogen worden.

Protest: Auch in diesem Jahr haben Demonstranten die Tour als Bühne für ihre Proteste genutzt. In der Bretagne äußerten Taxifahrer ihren Unmut über die hohen Spritpreise mit einer rot-weiß-gepunkteten Straßen-Banderole, auf die der Schriftzug "Mr. Benzin hat das Bergtrikot des besten Kletterers gewonnen" prangte.

© SID

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