Radsport Tour de France
Gerdemann: "Ich werde mich ganz klar unterordnen"

Der Kölner Linus Gerdemann hat auf der siebten Etappe der Tour de France die Konkurrenz überrascht. Doch auch als Träger des Gelben Trikots will sich der 24-Jährige wieder seinem Kapitän unterordnen.

Linus Gerdemann hat auf der siebten Etappe der Tour de France mit einem sensationellen Alleingang überrascht und sich souverän das Gelbe Trikot gesichert. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) spricht der Kölner über seine Gefühlslage.

sid: "Etappensieg und Gelbes Trikot bei der Tour de France - was geht Ihnen alles durch den Kopf?"

Linus Gerdemann: "Das ist echt der Wahnsinn. Ich danke meinem Trainer zu Hause, meiner Freundin und allen, die immer an mich und an den Radsport geglaubt haben. Mein Sieg hat gezeigt, dass mit unserem neuen Weg solche Erfolge möglich sind."

sid: "Wann war Ihnen bewusst, dass es für den Etappensieg reichen könnte?"

Gerdemann: "Ich habe gemerkt, dass mein Mitausreißer Dmitri Fofonow Probleme bekommt und habe attackiert. Richtig geglaubt habe ich es erst 300 Meter vor dem Ziel. Ich hatte überall Krämpfe. Ich bin noch nie im Leben so über mein Limit gegangen."

sid: "War so eine Attacke überhaupt geplant?"

Gerdemann: "Wir wussten nur, dass wir einen dabei haben mussten, wenn eine Attacke kommt. Das haben wir am Morgen so besprochen."

sid: "Was sind Ihre weiteren Ziele für die Tour?"

Gerdemann: "Ich werde mich ganz klar Michael Rogers unterordnen. Er bleibt unser Kapitän. Für ihn werde ich so kämpfen, wie ich es heute für meinen eigenen Sieg getan habe."

© SID

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