Radsport Tour de France
Gert Steegmans feiert Etappensieg in der Heimat

Etappensieg für Gert Steegmans: Der Belgier vom Quickstep-Team setzte sich am Montag auf der zweiten Etappe der 94. Tour de France nach 168,5 Kilometern im Zielort Gent im Massensprint vor Teamkollege Tom Boonen durch.

Edelhelfer Gert Steegmans hat seinem Kapitän Tom Boonen vor großer Kulisse in Gent das Heimspiel verdorben und überraschend das von einem Massensturz im Finale überschattete Belgien-Gastspiel der 94. Tour de France gewonnen. Der Belgier setzte sich im Schlussspurt des zweiten Abschnitts zwischen dem französischen Seebad Dünkirchen und Ostflanderns Hauptstadt Gent nach 168,5km vor Boonen durch. Milram-Kapitän Erik Zabel wurde Siebter vor Heinrich Haussler vom Team Gerolsteiner.

Cancellara im Gelben Trikot gestürzt

Böse erwischte es den im Gesamtklassement führenden Prologsieger Fabian Cancellara, der 2,8km vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt worden war. Der Schweizer stieg schwer verletzt an der Schulter im Ziel vom Sattel. Das Gelbe Trikot verteidigte der CSC-Profi jedoch mit 13 Sekunden vor Andreas Klöden vom Astana-Team und 21 Sekunden vor dem Schotten David Millar (Cofidis) erfolgreich, weil alle Fahrer zeitgleich gewertet wurden.

Vor Zabel hatte Marcel Sieberg die Farben des Bremer Milram-Teams ins Rampenlicht gerückt. Der 25-jährige Westfale war auf den von Hunderttausenden gesäumten Straßen der belgischen Küstenregion in einer dreiköpfigen Führungsgruppe 147km weit vor den Verfolgern unterwegs und wurde erst 2,9km vor dem Ziel eingeholt.

Die von den Zeitfahren abgesehen einzige Tour-Etappe ohne Bergpreise hatte am Montagmorgen bei regnerischem Wetter am Ärmelkanal begonnen. Erst als das geschlossene Hauptfeld die Grenze nach Belgien passierte, startete Tour-Debütant Sieberg bei Kilometer 18 einen Vorstoß.

Dem in Castrop-Rauxel beheimateten Milram-Mann schlossen sich schnell der Spanier Ruben Perez (Euskaltel) und der Franzose Cedric Herve (Agritubel) an. Bei der Jagd durch West-Flandern und inzwischen gutem Wetter lagen die Ausreißer 100km vor dem Ziel mit maximal 5:50 Minuten vorn.

CSC macht Jagd auf die Ausreißer

Danach zog das CSC-Team das Tempo im Peloton für das Gelbe Trikot von Cancellara an, wodurch der Vorsprung der Flüchtlinge zu schmelzen begann. Bei den drei Zwischensprints des Tages waren sie aber noch unter sich.

Den ersten Sprint in Boezinge entschied Herve vor Perez und Sieberg für sich, am zweiten holte sich Sieberg in Westende die sechs Sekunden für den Schnellsten vor Herve und Perez. Spurtsieger in Aarsele 28km vor dem Ziel wurde Perez vor Herve und Sieberg.

Die Tour kehrt am Dienstag auf der mit 236,5km längsten der insgesamt 20 Etappen nach Frankreich zurück. Das Ende des belgischen Gastspiels wird im Startort Waregem eingeläutet, von wo der Kurs auf flacher Strecke zur französischen Grenze führt, die nach 45km bei Bleharies erreicht wird. Zielort in der Picardie ist Compiegne an der L'Oise, 80km nördlich von Paris.

© SID

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