Radsport Tour de France
Hushovd holt sich in Joigny den Etappensieg

Thor Hushovd hatte in Joigny die schnellsten Beine. Der Norweger vom Team Credit Agricole sicherte sich auf der vierten Etappe der 94. Tour de France den Etappensieg im Massensprint.

Erik Zabel hat den Etappensieg erneut knapp verpasst: Der deutsche Sprinter vom Team Milram musste den Tagessieg auf der vierten Etappe der 94. Tour de France dem Norweger Thor Hushovd überlassen. Der Kapitän des französischen Rennstalls Credit Agricole hatte beim vierten Massensprintfinale in Serie nach 193km zwischen Villers-Cotterets und Joigny die besten Beine.

Zabel am Ende Vierter

Bei seinem insgesamt fünften Tour-Tagessieg verwies er nach 4: 37:47 Stunden (41,69km/h) den Südafrikaner Robert Hunter (Barloworld) auf den zweiten Platz. Hinter Spaniens Ex-Weltmeister Oscar Freire (Rabobank) wurde Zabel Vierter. Das erneut gute Abschneiden der deutschen Teams unterstrichen Robert Förster (Markkleeberg) vom Team Gerolsteiner und der Brite Mark Cavendish (T-Mobile) auf den Rängen sieben und zehn.

An der Spitze des Gesamtklassements liegt weiter der Schweizer Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (CSC). Hushovd verdrängte dank seiner Zeitgutschrift Mitfavorit Andreas Klöden (Astana) vom zweiten auf den dritten Platz. Hushovd hat 29, Klöden weiter 33 Sekunden Rückstand auf Cancellara. "Diese kleinen Verschiebungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht interessant. Wichtig ist nur, dass die Fahrer heil durch die Etappen kommen", sagte Astanas sportlicher Leiter Mario Kummer.

Zabel verkürzt Rückstand auf Boonen

Das Grüne Trikot des Punktbesten behielt Belgiens Ex-Weltmeister Tom Boonen (Quickstep), doch Zabel verkürzte den Rückstand auf zwölf Punkte. "Das Grüne Trikot war für mich eigentlich kein Thema, aber da ich plötzlich ganz vorne mitmische, werde ich sicherlich nicht freiwillig darauf verzichten", sagte Zabel. Die Führung in der Bergwertung konnte Stephane Auge (Cofidis) leicht ausbauen. Der Franzose sicherte sich an der ersten von vier Tageswertungen der vierten Kategorie einen Punkt.

Zwei Tage nach dem 157km langen Ausreißversuch seines Milram-Teamkollegen Marcel Sieberg konnte sich Christian Knees für den Bremer Rennstall in Szene setzen. Der 26-jährige Bonner hatte sich 30km nach dem Start in der Picardie einer insgesamt fünfköpfigen Fluchtgruppe angeschlossen, die bei der Fahrt durch die Champagne nach Burgund maximal knapp vier Minuten Vorsprung herausfuhr.

Im Peloton ließ man die Ausreißer zunächst gewähren, wobei das Tempo auf leicht welligem Terrain nicht allzuhoch gehalten wurde. Schneller als auf der denkwürdigen Bummeletappe vom Vortag war die Tour-Karawane dennoch unterwegs. Der geringe Kraftaufwand reichte, um am Ende das erwartete Massensprintfinale zu inszenieren.

Die Fluchtgruppe wurde sechs Kilometer vor dem Ziel gestellt. Auf der insgesamt 156km langen Fahrt an der Spitze konnte Knees fünf Punkte für die Bergwertung sammeln. Die letzte der insgesamt vier Tages-Bergprüfungen der jeweils vierten Kategorie entschied der Rheinländer für sich, der Traum vom Tagessieg erfüllte sich indes nicht. "Ich habe es versucht, war aber dann doch zu weit noch vom Ziel weg", sagte Knees.

Für den Spanier Xavier Zandio war die Tour nach einem schweren Sturz 124km vor dem Tagesziel beendet. Der Helfer von Mitfavorit Alejandro Valverde im spanischen Team Caisse d'Epargne musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. Damit sind noch 186 der ursprünglich 189 Tour-Teilnehmer im Rennen.

Am Donnerstag findet die Generalprobe für die Alpen-Passagen am Wochenende statt. Die erste anspruchsvollere Etappe mit acht Bergprüfungen im Morvan-Mittelgebirge wird im Weinbau-Ort Chablis gestartet und endet nach 182,5km in der alten Römerstadt Autun.

Starke Kritik mussten sich am Mittwoch die Doping-Kontrolleure des Weltverbandes UCI von Seiten der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gefallen lassen. Beanstandet wurden massive Verstöße gegen die Wada-Richtlinien, nachdem TV-Bilder mangelhafte Kontrollen der zur Dopingprobe nach den Tour-Etappen ausgelosten Fahrer gezeigt hatten.

© SID

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