Radsport Tour de France
Hushovd nach Prolog-Sieg im Gelben Trikot

Thor Hushovd ist bei der 93. Tour de France als erster Fahrer ins Gelbe Trikot des Gesamtführenden geschlüpft. Der Norweger entschied den Prolog in Straßburg in 8:17 Minuten für sich. Sebastian Lang wurde Vierter.

Thor Hushovd aus Norwegen hat als erster Fahrer das Gelbe Trikot der 93. Tour de France erobert. Der im vergangenen Jahr mit dem Grünen Trikot dekorierte Sprinter vom Team Credit Agricole gewann den Prolog in der Straßburger Innenstadt über 7,1 Kilometer in 8:17 Minuten.

Nur sieben Zehntelsekunden Rückstand hatte auf dem zweiten Platz Discovery-Kapitän George Hincapie (USA), der als letzter Starter den Erfurter Sebastian Lang noch vom Podest verdrängte. Beim Kampf gegen die Uhr über 7,1 Kilometer in der elsässischen Hauptstadt musste sich der Thüringer vom Team Gerolsteiner vier Sekunden langsamer als Hushovd mit dem vierten Rang hinter dem zeitgleichen US-Profi David Zabriskie (CSC) begnügen. Lang hatte fast zwei Stunden die Bestzeit gehalten.

"Auch ohne Jan ein starkes Team"

Gute Leistungen zeigten die T-Mobile-Spezialisten Michael Rogers (8:23) und Sergej Gontschar (8:27), auch Patrik Sinkewitz (8:33), Andreas Klöden (8:34) und Matthias Kessler (8:52) blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. "Das war okay, ich warte auf das lange Zeitfahren. Wir sind sicher nicht die Mannschaft der ersten Woche, aber danach werden wir zeigen, dass wir auch ohne Jan ein starkes Team sind", sagte Klöden.

Auch Kessler dachte im Ziel an den am Freitag wegen Dopingverdachts ausgeschlossenen Ullrich: "Das war ein Schock für uns, der nicht spurlos vorübergeht. Aber mit den Prologzeiten haben wir gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind."

Die um 13.15 Uhr auf dem Boulevard Ohnmacht zum 23. Mal seit 1919 in Straßburg gestartete Tour stand zu Anfang ganz im Zeichen der Deutschen. Zuerst hatte Phonak-Profi Bert Grabsch in 8:31 eine rund 45 Minuten gültige Bestzeit gefahren. An der Spitze des Klassements abgelöst wurde der Wittenberger vom deutschen Zeitfahrmeister Lang.

"Ich habe mich sehr gut gefühlt"

"Ich habe ein gutes Rennen gemacht, obwohl ich lieber später gestartet wäre", sagte der Erfurter, der auf den letzten Kilometern Gegenwind hatte. "Doch gerade da habe ich aufgeholt. Ich habe mich sehr gut gefühlt, wusste gleich, dass ich schnell gefahren bin."

Der Thüringer war wie seine Teamkollegen am Samstagmorgen den Zeitfahrkurs viermal abgefahren. "Er hat sich gut vorbereitet. Er ist volles Risiko gegangen, die Kurven aggressiv und schnell angefahren", sagte der Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer.

Zufrieden konnte Holczer auch mit Tour-Debütant Markus Fothen sein. Der junge Rheinländer fuhr in 8:35 Minuten eine passable Zeit und ließ die deutschen Teamkollegen Ronny Scholz (8:40) und Fabian Wegmann (9:24) im Klassement hinter sich.

Für CSC-Profi Jens Voigt wurden 8:41 Minuten notiert. Die beste deutsche Zeit beim Milram-Team erzielte Tour-Neuling Christian Knees (8:50), womit der Kölner eine Sekunde schneller war als Kapitän Erik Zabel (8:51).

Abstecher nach Deutschland

Am Sonntag wird die Tour mit dem einzigen Abstecher nach Deutschland fortgesetzt. Die erste Flachetappe über 184,5 Kilometer mit Start und Ziel in Straßburg führt nach Baden-Württemberg, durch das die Tour-Karawane über 34 Kilometer von Offenburg bis Kehl/Rhein zieht.

© SID

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