Radsport Tour de France
Ludwig: "Andreas hat sein Ziel erreicht"

Von 14 gestarteten deutschen Profis musste nur einer bei der 93. Tour de France aufgeben. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Teamchefs der Rennställe um eine Beurteilung gebeten.

14 deutsche Profis sind an den Start der 93. Tour gegangen, nur der Kölner David Kopp musste erkrankt aufgeben. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Teamchefs der Rennställe T-Mobile, Gerolsteiner und Milram um die Beurteilung ihrer deutschen Tour-Teilnehmer gebeten und von den zwei "Legionären" persönliche Stellungnahmen eingeholt.

T-Mobile (Olaf Ludwig)

Andreas Klöden: "Andreas hat sein ehrgeiziges Ziel erreicht, zum zweiten Mal nach 2004 auf dem Podest zu stehen. Bestach durch Kampfgeist und hat sich nach seiner langen Verletzung im Laufe der Tour ausgezeichnet in Form gefahren."

Matthias Kessler: "Gewann die schwere Etappe nach Valkenburg mit einem tollen Solo auf dem letzten Kilometer, gab dem Team dadurch Moral. Matthias hat sich im Laufe der Tour als großer Motivator erwiesen."

Patrick Sinkewitz: "War ein Gewinn für unser Team. Wie er in den Bergen für Klöden gearbeitet hat, lässt uns für die Zukunft hoffen."

Gerolsteiner (Hans-Michael Holczer)

Markus Fothen: "Markus trug 13 Etappen lang das Weiße Trikot und gehört mit Platz 15 zu den Topfahrern der Tour 2006. Er braucht noch mehr lange Rundfahrten, dann kann er um einen Podestplatz mitfahren."

David Kopp: "War oft im Wind, musste leider mit einer schweren Erkältung auf der 17. Etappe passen. Er braucht noch ein Jahr, um ganz vorn mitspurten zu können."

Sebastian Lang: "Hut ab, wie er trotz Krankheit durchhielt. Er hat nicht nur gezeigt, dass er zu den besten Zeitfahren gehört, sondern sich auch stets voll in den Dienst der Mannschaft gestellt."

Ronny Scholz: "Erwies sich in der ersten Woche als fleißiger Helfer, wurde dann von Infekten gebeutelt. Ließ auf der 18. Etappe sein Kämpferherz erkennen und sorgte mit einem dritten Rang für einen versöhnlichen Abschluss."

Fabian Wegmann: "Holte sich am Anfang wie im vorigen Jahr das Bergtrikot, hatte dann aber zu kämpfen, um gut über die Berge zu kommen. Typisch für Klassiker-Fahrer: In der ersten Woche sind sie Spitze, lassen dann aber deutlich nach."

Milram (Jan Schaffrath)

Erik Zabel: "Man muss als Sprinter erst einmal bis Paris kommen und bei seiner zwölften Tour Platz zwei um das Grüne Trikot belegen. Erik mischt mit seinen 36 Jahren immer noch vorn mit. "

Ralf Grabsch: "Er ist das, was man einen Edelhelfer nennt, kann auch in der dritten Woche noch Gas geben. Trotz seines schweren Sturzes auf dem Weg nach Alpe d´Huez hielt er mit starken Schmerzen durch. Der ideale Mannschaftsfahrer."

Christian Knees: "Entpuppte sich als Rundfahrt-Talent. Er hat die Klassiker und den Giro weggesteckt und trotzdem noch hoch motiviert die Tour bestritten. Wird seinen Weg gehen."

Björn Schröder: "Eines der unzerschätzten großen Talente. Mit 25 Jahren liegt die Zukunft vor ihm. Es kommt der Tag, da fährt er um Top-Ten-Plätze mit."

Die Legionäre

Bert Grabsch (Phonak): Der Bruder von Milram-Debütant Ralf Grabsch erreichte zum dritten Mal in Serie Paris, erstmals aber im Team des Toursiegers. Bert zählte besonders in der ersten Woche und zwischen Pyrenäen und Alpen zu den wertvollsten Helfern von Kapitän Floyd Landis: "Zwischenzeitlich glaubten wir uns verzockt zu haben, als wir Oscar Pereiro 30 Minuten Vorsprung gaben. Aber am Ende hat Floyd alles wieder herausgeholt", sagt der Profi aus der Lutherstadt Wittenberg.

Jens Voigt (CSC): Der Berliner feierte auf der 13. Etappe in Montelimar seinen zweiten Tour-Tagessieg nach 2001: "Damit kann ich stolz auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken." Trotzdem lehnte er sich nicht zurück und hatte großen Anteil daran, dass Carlos Sastre am Ende Platz vier belegte und fast auf das Podium gefahren wäre. "Jens ist ein Weltklassefahrer, über den sich jede Mannschaft glücklich schätzen kann", sagt CSC-Teamchef Bjarne Riis.

© SID

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