Radsport Tour de France
Luftgewehr-Schüsse rufen Polizei auf den Plan

Die französische Polizei hat Ermittlungen gegen die Luftgewehr-Schützen aufgenommen. Auf der 13. Etappe der Tour de France waren Oscar Freire und Julien Dean beschossen worden.

Nach den Luftgewehr-Schüssen auf den dreimaligen Straßenrad-Weltmeister Oscar Freire und den Neuseeländer Julian Dean auf der 13. Etappe der Tour de France hat die französische Polizei Ermittlungen eingeleitet. Die beiden Radprofis waren am Freitag beim Anstieg zum Col du Bannstein mit einem Luftgewehr beschossen worden.

Freire wurde am Oberschenkel getroffen. Der Rabobank-Teamarzt Dion van Bommel musste nach der Etappe das Kügelchen aus dem Bein entfernen. Dean wurde am Zeigefinger der linken Hand getroffen.

Die Tour-Organisation ASO informierte noch am Freitag die Polizei. Nachdem die beiden Radprofis eine Aussage bei der Polizei gemacht hatten, reichten sie eine Klage wegen Körperverletzung ein, sagte Pascal Schultz von der Staatsanwaltschaft in Colmar.

Zwei Teenager geraten ins Visier der Ermittlungen

Die Ermittler haben den oder die Schützen noch nicht gefunden. Ein Radprofi habe aber Angaben gemacht, wonach sich zwei Teenager im Alter von 16 oder 17 Jahren auffällig verhalten und hinter einem Baum versteckt hätten.

"Das muss die Aktion eines Verrückten gewesen sein. Ich denke, es war Pech, dass es mich getroffen hat", meinte Freire, der drei Schüsse gehört und dann einen Stich verspürt hatte. Der Spanier hatte daraufhin versucht, die Rennjury von dem Vorfall zu unterrichten. "Sie haben mich nicht verstanden. Wahrscheinlich sprachen sie kein Englisch oder Spanisch", berichtete Freire. Zuschauer hätten zu diesem Zeitpunkt nicht an der Strecke gestanden, die Gruppe sei durch einen Wald gefahren, so der Sprinter.

Beide Fahrer trugen Blutergüsse davon, konnten am Samstag aber wieder an den Start der 14. Etappe von Colmar nach Besancon gehen.

© SID

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