Radsport Tour de France
Mcewen hat im Sprint die Nase vorn

Mit einer hauchdünnen Sprintentscheidung endete die 2. Etappe der Tour de France. Der Australier Robbie Mcewen hatte dabei die Nase vorn. In "Gelb" fährt jetzt wieder Thor Hushovd.

Freude bei Robbie Mcewen, Enttäuschung bei Fabian Wegmann. Der deutsche Fahrer vom Team Gerolsteiner ist nach nur einem Tag im gepunkteten Trikot als "Berg-König" der 93. Tour de France entthront worden. Bei der ersten Auslandsankunft 2006 musste der Freiburger in Luxemburg die Führung dem um zwei Punkte besseren Spanier Manuel De La Fuente (Saunier/14:12) überlassen.

In einem dramatischen Finale wurde Matthias Kessler (T-Mobile) nach kurzer Soloflucht erst rund 200 Meter vor dem Ziel gestellt. Die zweitlängste Tour-Etappe über 228,5km von Obernai nach Esch-sur-Alzette entschied Robbie Mcewen (Davitamon-Lotto) im Massensprint in 5:36:14 Stunden vor Belgiens Straßenweltmeister Tom Boonen und Prologsieger Thor Hushovd aus Norwegen für sich. Erik Zabel aus Unna (Milram) wurde Neunter. Für den 34-jährigen Mcewen war es der neunte Tagessieg seit 1999.

Hushovd holt sich das Gelbe Trikot zurück

Hushovd holte sich durch den dritten Platz das am Vortag an Discovery-Kapitän George Hincapie (USA) verlorene Gelbe Trikot wieder zurück, Mcewen durfte sich das Grüne Trikot überstreifen. Hushovd war trotz schmerzlicher Verletzung am Start. Der Mann von Credit Agricole hatte sich am Sonntag eine Schnittwunde am rechten Arm zugezogen.

"Ich habe probiert und immerhin noch einig Punkte geholt", sagte Wegmann. "Das muss man nehmen wie es ist. Die Tour ist noch lang. Da darf man sich nicht verausgaben", meinte der Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer zum Verlust des Bergtrikots.

Ausreißerduo bestimmt zu Beginn das Geschehen

Das Renngeschehen hatte am Montag ein Ausreißerduo bestimmt. De La Fuente war mit seinem Landsmann Aitor Hernandez gleich nach dem Start um 11.48 Uhr im Elsass dem an einer Verfolgung nicht interessiertem Peloton entwischt. Binnen35 km konnten die beiden ohne große Kraftanstrengung den Vorsprung auf fast zwölf Minuten ausbauen, weil im Hauptfeld bei brütender Hitze nur ein 30er-Temposchnitt gefahren wurde.

Auf den flachen Straßen Lothringens blieb anschließend der Vorsprung der Ausreißer bei rund sieben Minuten lange konstant, erst auf dem welligen Schlussabschnitt gab es Bewegung im Peloton. Bis dahin hatte Hincapie im Gelben Trikot das Geschehen im Hauptfeld kontrolliert, ehe Wegmann noch einmal auf Punktjagd ging und das Rennen von vorn fuhr.

Für Italiens Sprint-Ass Danilo Di Luca war die Tour bereits am Montag beendet. Der 30 Jahre alte Liquigas-Kapitän trat als erster Tour-Aussteiger wegen einer Blaseninfektion nicht mehr an. Damit waren noch 175 Fahrer aus 20 Teams am Start.

© SID

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