Radsport Tour de France
Nach der Tour ist vor dem Thema Doping

Am Ende einer von Doping "verseuchten" Tour de France beschäftigt sich nun die französische Pollitik in Person von Roselyne Bachelot mit dem Thema. Die Sportministerin ruft zur Zusammenarbeit im Anti-Doping-Kampf auf.

So nahe am Abgrund wie in diesem Jahr stand die Frankreich-Rundfahrt wohl schon lange nicht mehr. Beinahe tägliche Meldungen über neue Doping-Befunde, besonders unter den Spitzenfahrern des Feldes beschädigten das Image der "Großen Schleife" beträchtlich und riefen sogar einige Fragen nach der Zukunft der Tour de France auf den Plan. Geht es nach der französischen Politikerin Roselyne Bachelot, werden diese Fragen und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Veranstaltung in Zukunft nicht mehr in dieser Form auftreten.

Die Sportministerin fordert nach den Dopingskandalen bei der Tour de France härtere Strafen zur Bekämpfung des Problems. "Ich werde einige strengere Maßnahmen einbringen. Doping wird auf der einen Seite sanktioniert, aber der Besitz oder die Weitergabe verbotener Substanzen nicht. Gibt es keinen Handel, gibt es auch kein Doping", erklärte Bachelot am Montag auf einer Pressekonferenz am Montag in Paris.

Bachelot hatte vor ihrer Pressekonferenz bereits mit den Veranstaltern der Frankreich-Rundfahrt gesprochen und sich für eine Wiederaufnahme eines Dialogs mit dem Radsport-Weltverband ausgesprochen. "Der Dialog muss erneuert werden, weil einige Dinge nicht richtig gelaufen sind", erklärte Bachelot.

Die Tour, die am Sonntag mit dem Sieg des ebenfalls im Zusammenhang mit dem Skandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes stehenden Spaniers Alberto Contador endete, war von täglichen Negativschlagzeilen geprägt. Astana-Kapitän Alexander Winokurow wurde des Dopings mit Fremdblut überführt, der bis dato führende Däne Michael Rasmussen von seinem Team Rabobank aus der Tour genommen, weil über die Aufenthaltsorte im Training für das größte Radsportereignis der Welt die Unwahrheit gesagt hatte.

Neues Paket an Gegenmaßnahmen

Die Organisatoren der Tour de France wollen im Rahmen der Präsentation der Tour 2008 am 25. Oktober ein Paket an neuen Maßnahmen im Kampf gegen Doping vorstellen. Tour-Direktor Christian Prudhomme hatte während der Tour dem Weltverband mit dem stark in die Kritik geratenen Präsidenten Pat Mcquaid die Zusammenarbeit aufgekündigt. Die UCI hätte laut Prudhomme den Dänen Rasmussen aufgrund der Sachlage erst gar nicht an der Tour teilnehmen lassen dürfen.

© SID

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