Radsport Tour de France
Niermann immer noch von Rasmussen-Aus geschockt

Der Fall seines nach Dopinggerüchten entlassenen Teamkollegen Michael Rasmussen und die Reaktion der Fans machen Grischa Niermann zu schaffen. "Das sind die schlimmsten Momente meiner Karriere", so der Rabobank-Fahrer.

Auch zwei Tage nach der Entlassung seines Rabobank-Teamkollegen Michael Rasmussen macht der Fall und die Reaktion der Fans Grischa Niermann noch zu schaffen. "Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die Einträge in mein Gästebuch schwer getroffen haben", teilt der Hannoveraner am Freitag auf seiner Internet-Seite mit.

Der Niedersachse selbst beteuert, mit Doping nichts zu tun zu haben: "Mir steht es nicht zu, über Verbleib oder Nichtverbleib eines Kollegen in der Tour zu entschieden. Wenn meine Mannschaft das Gelbe Trikot hat, gebe ich jeden Tag 110 Prozent, um es zu verteidigen. Das einzige, was ich mit 100-prozentiger Sicherheit sagen kann ist, dass ich selbst sauber bin. Ich habe hart trainiert, ohne mit verbotenen Mitteln nachzuhelfen."

Während Niermann nach den "schlimmsten Momenten meiner Karriere" mit den "Nerven ziemlich am Ende" ist und sich nur noch auf das Wiedersehen mit seiner Familie beim Tour-Finale auf den Champs-Elysees freut, hadert Rasmussen weiter mit der Entlassung und wirft Rabobank-Teamchef Theo de Rooy vor, ihm den Tour-Sieg gestohlen zu haben: "Ich habe das Rennen ehrlich bestritten. Es ist kein Geheimnis, dass ich mich mit De Rooy nicht gut verstanden habe", sagte er der dänischen Zeitung Politiken.

Er sei "sehr, sehr deprimiert" und könne immer noch nicht begreifen, "wie das passieren konnte", wolle aber kämpfen: "Ich garantiere dafür, dass meine Karriere noch nicht beendet ist.

In der niederländischen Presse wurde am Freitag überwiegend das "Ende der Tour" prophezeit. Hollands Fernsehzuschauer sind offenbar weniger kritisch. Die Einschaltquoten gingen nach dem Rasmussen-Aus nur unerheblich zurück.

© SID

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