Radsport Tour de France
T-Mobile verliert Kapitän Rogers

Ohne ihren etatmäßigen Kapitän muss sich das Team T-Mobile bei der 94. Tour de France nach Paris durchschlagen. Nach einem Sturz auf der Abfahrt vom Cormet de Roselend gab Michael Rogers auf der 165km langen achten Etappe das Rennen auf.

Der Australier versuchte zunächst noch, das Etappenziel in Tignes zu erreichen. Nach einer Untersuchung beim Tour-Arzt stieg der dreimalige Zeitfahrweltmeister jedoch enttäuscht vom Rad. Der zunächst befürchtete Schlüsselbeinbruch hat sich allerdings nicht bestätigt, der Kapitän des Bonner Teams erlitt eine Schultereckgelenkssprengung. Wie lange der Australier ausfallen wird, war zunächst unklar.

Das CSC-Team des Berliners Jens Voigt muss für den Rest der Tour auf Stuart O'Grady (Australien) verzichten. Der Paris-Roubaix-Sieger kam ebenfalls auf der Abfahrt vom Roselend zu Fall. Der Klassiker-Spezialist wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. O'Grady erlitt eine Lungenverletzung, fünf Rippenbrüche, drei angebrochene Rückenwirbel sowie einen Bruch des Schulterblattes. Er wurde am Abend zur Überwachung aus dem Krankenhaus von Moutiers nach Grenoble verlegt.

Auch Sinkewitz verletzt

Zuvor hatt bereits Mark Cavendish vom Team T-Mobile aufgegeben. Er war bereits in der ersten Tour-Woche in mehrere Stürze verwickelt. Der 22-jährige Brite war am Sonntag auf dem 180. Platz als Schlusslicht im Gesamtklassement mit 44:44 Minuten Rückstand auf seinen im Gelben Trikot führenden Teamkollegen Linus Gerdemann auf die Reise gegangen.

Den "schwarzen Tag" für T-Mobile komplettierte dann noch Patrik Sinkewitz. Der DM-Zweite aus Künzell prallte nach der achten Etappe auf dem Weg vom Zielort Tignes zum Hotel mit einem Zuschauer zusammen, der daraufhin ins Koma fiel. Sinkewitz erlitt nach ersten Informationen der Tour-Organisatoren einen Nasenbeinbruch.

Auch Ivan Parra (Kolumbien/Cofidis) und der junge Sprinter Romain Feillu (Frankreich/Agritubel) stiegen entkräftet vom Rad, während Robbie Mcewen (Australien/Lotto), Danilo Napolitano (Italien/Lampre) sowie Cedric Herve (Frankreich/Agricole) nach dem Zeitlimit ins Ziel kamen und somit disqualifiziert wurden.

Damit sind von einst 189 Startern nur noch 172 auf der "Großen Schleife" unterwegs.

© SID

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