Radsport Tour de France
Tour de France: Die Splitter vom 19. Juli

Der Tour-Tross musste wegen eines Auto-Brandes zweier britischer Fotografen von Reuters um einen Kilometer umgeleitet werden. Das Auto geriet 110km nach dem Start in Brand, die Reuters-Leute blieben aber unverletzt.

Zur 94. Auflage der Tour de France hat der Sport-Informations-Dienst (sid) die Splitter zusammengestellt.

Brandheiss: 110km nach dem Start der 11. Etappe geriet ein Auto zweier englischen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, aber der Tour-Tross musste um einen Kilometer umgeleitet werden. Den Reuters-Leuten ist glücklicherweise nichts passiert, allerdings brannte die Fotoausrüstung.

Geste: Sein schon am Sonntag gewonnenes gelbes Tour-Trikot widmet der Däne Michael Rasmussen seinem in der vergangenen Woche verunglückten Rabobank-Teamkollegen Kai Reus. Der 22-jährige Niederländer war beim Training in den Alpen unweit der Tour-Route gestürzt und liegt mit Kopfverletzungen sowie Schlüsselbein- und Rippenbrüchen im Koma.

BÜRDE: Bei Prologsieger Fabian Cancellara hat die einwöchige Last des Gelben Trikots Spuren hinterlassen. Den Schweizer nervte jedoch mehr das Drumherum. "Die Presse-Konferenzen, die Interviews, die ganzen Dopingkontrollen - man hatte keine Zeit, sich zu erholen", resümierte der CSC-Profi, der nun wieder als Helfer von Carlos Sastre und Frank Schleck unterwegs ist.

Ausdauer: Schon zum 17. Mal ist der zweimalige Amateurweltmeister Gustav-Adolf "Täve" Schur mit einer Reisegruppebei der Tour unterwegs. Der 75-Jährige wurde kurz vor dem Tour-Start als erster Deutscher in die Hall of Fame des Radsports aufgenommen.

Nervend: Mehr Kommunikation als erwünscht hatte Stefan Schwenke durch einen "Nebenjob". Der Pressesprecher der Bremer Milram-Mannschaft hatte den Transport des Handgepäcks der Fahrer übernommen. Nervend nur, dass pausenlos Handy-Klingeltöne aus den Taschen der Profis in seinem Wagen ertönten.

Andrang: Der Tour-Tourismus bei den Alpen-Etappen hat auch in diesem Jahr für enormen Andrang gesorgt. Bei ihrer Bilanz gaben die Ordnungskräfte bekannt, dass insgesamt 6 000 Campingwagen unterwegs waren, 140 von ihnen kamen kurzfristig an.

Doppelbonus: Der mit zwei Etappensiegen sechs Tage im Gelben Trikot gefahrene Schweizer Fabian Cancellara hat in seiner Heimat Begierden geweckt. Der Zeitfahr-Weltmeister soll auf Wunsch des Schweizer Radsportverbandes bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 nicht nur den Kampf gegen die Uhr bestreiten, sondern auch auf der Bahn antreten. Gewünscht wird von dem CSC-Profi ein zusätzlicher Start bei der 4 000-m-Einerverfolgung.

© SID

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