Radsport Tour de France
Tour de France: Die Splitter vom 8. Juli

Während Gerolsteiner im ungewohnten englischen Linksverkehr mit dem Teambus in eine Kollision verwickelt wurde, stellte sich Milram-Fahrer Brett Lancaster an der Universität York St. John Fragen zum Thema "Schmerzen".

Zur 94. Auflage der Tour de France hat der Sport-Informations-Dienst (sid) die Splitter zusammen gestellt.

Verkehr I: Das Fahren im ungewohnten Linksverkehr der britischen Insel wurde für Gerolsteiner ein teures Erlebnis. In einem Londoner Kreisverkehr kollidierte der Teambus mit einem LKW. Alle Insassen hatten Glück im Unglück. Es blieb bei einem Blechschaden.

Verkehr II: Am Abend nach dem Prolog machten Markus Fothen, Fabian Wegmann und Sven Krauss Bekanntschaft mit der kriminellen Seite Londons. Als sie an einer roten Ampel stoppten, versuchten fünf dunkle Gestalten, ein Rad vom Dach des Wagens zu klauen. Als Betreuer Slawo die Diebe verjagte, warfen diese mit Steinen, erwischten aber lediglich einen Außenspiegel.

GLÄNzend: Zumindest optisch stehlen die Fahrer des französischen Rennstalls Ag2r der Konkurrenz die Schau. Das Team um Kapitän Christophe Moreau fährt mit goldenen Laufrädern.

Hommage: Mit einer Hommage an die britischen Gastgeber wartete die französische Sportzeitung L'Equipe in ihrer Wochenendausgabe auf. Erstmals in der Geschichtes des Blatts erschien die Titelseite in englischer Sprache. Die Schlagzeile "God save Le Tour" prangte auf der ersten Seite.

Lehrreich: Als Forschungsprojekt hat sich Brett Lancaster vom Bremer Milram-Team am Freitag vor dem Tour-Start zur Verfügung gestellt. Der Australier kam einer Anfrage der Universität York St. John nach und stellte sich Sportwissenschaftlerin Teena Smith Fragen zum Thema "Schmerzen" im Leistungssport.

Reklame: Bereits eine Stunde vor den ersten Fahrern schlängelt sich die traditionelle Werbekarawane auf der Tour-Strecke entlang. Die etwa 200 Fahrzeuge verteilen auf einer Länge von 20 Kilometern 15 Mill. Werbegeschenke an die Zuschauer.

Hoher Besuch: Frankreichs neuer Präsident Nicolas Sarkozy wird eine Etappe der Tour besuchen. Damit will das Staatsoberhaupt den Anti-Dopingkampf des Tour-Direktors Christian Prudhomme würdigen. Bei welchem Teilstück mit seiner Anwesenheit zu rechnen ist, verriet Sarkozy allerdings nicht.

Jungspund: Der jüngste Teilnehmer im Feld weist bereits einen Weltmeistertitel auf. Der 21 Jahre alte Waliser Geraint Thomas vom Team Barloworld holte im März auf Mallorca Bahn-Gold für Großbritannien im Vierer.

Abwesend: Der zwölfmalige britische Tour-Teilnehmer Barry Hoban konnte einer Einladung zum Prolog nicht folgen. Der achtmalige Etappensieger bereitete sich in Frankreich auf ein 200-km-Rennen zu Ehren seines Landsmannes Tom Simpson vor, der bei der Tour 1967 an den Auswirkungen eines Drogen-Cocktails gestorbenen war.

Bella Italia: Die 94. Tour-Auflage geht ohne die Größen des italienischen Radsports über die Bühne. Alessandro Petacchi, Ivan Basso, Danilo Di Luca und Eddy Mazzoleni stehen in den Dopinschlagzeilen. Weltmeister Paolo Bettini, Davide Rebellin, Jungstar Damiano Cunego und Giro-Sieger Gilberto Simoni gaben Termingründe für ihre Absage an.

© SID

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