Radsport Tour de France
Tour-Leitung hat kein Verständnis für ARD und ZDF

Der Ausstieg von ARD und ZDF aus der Berichterstattung ist bei der Tour-Organisation ASO auf wenig Gegenliebe gestoßen. Für Präsident Patrice Clerc ist das Verhalten der beiden deutschen TV-Sender "paradox".

Mit ihrem sofortigen Ausstieg aus der Berichterstattung über die 94. Tour de France haben sich ARD und ZDF nicht überall Freunde gemacht. Patrice Clerc, Präsident der Tour-Organisation ASO, hat das resolute Verhalten der beiden deutschen TV-Sender im Zuge des Falls Patrik Sinkewitz kritisiert. "Es ist schon paradox. Es wird ein Rennen bestraft, obwohl es große Entschlossenheit im Kampf gegen Doping zeigt. Sollen wir lieber gar nicht kontrollieren und dann über ein sauberes Rennen sprechen? Viele Sportarten machen dies. Wir gehen einen anderen Weg", sagte Clerc.

ARD und ZDF waren am Mittwoch aus der Tour-Berichterstattung ausgestiegen, nachdem bekanntgeworden war, dass T-Mobile-Profi Sinkewitz in der A-Probe positiv auf Testosteron getestet worden war. Sollte die B-Probe den deutschen Vizemeister nicht entlasten, sieht ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender keine Chance auf eine Wiederaufnahme der Übertragung bei der diesjährigen Tour.

© SID

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