Radsport Tour de France
Youngster Fothen zahlt Lehrgeld

"So ein Mist", entfuhr es Markus Fothen nach Ende der neunten Tour-Etappe. Der Rückstand des Kaarsters auf Spitzenreiter Sergej Gontschar war wegen einer Unachtsamkeit um 13 Sekunden angewachsen.

Eigentlich lief die Tour de France für Youngster Markus Fothen bisher nach Plan - eigentlich. Denn nach der neunten Tour-Etappe musste Fothen kräftig schlucken: "So ein Mist", entfuhr es dem sonst so ausgeglichenen Gerolsteiner-Debütanten. Er hatte 13 Sekunden auf Spitzenreiter Sergej Gontschar verloren und war in der Gesamtwertung vom fünften auf den neunten Rang abgerutscht. Und das, obwohl er mit dem großen Feld in Dax angekommen war.

Allerdings nur fast. Zwischen Fahrer 84 und 85 hatte sich auf der langen Zielgeraden eine Lücke von etwa 20 Metern gebildet, weil der Nürnberger Matthias Kessler als "Nummer 85" im rasenden Finale etwas abreißen ließ. Während Andreas Klöden als 81. noch zeitgleich mit Sieger Oscar Freire gewertet wurde, stoppte die Jury ab Kessler wegen des "sichtbaren Abstandes" die Zeit neu.

"Ich ärgere mich schon, denn ich habe keine Lücke gesehen, sonst hätte ich sie locker zufahren können", meinte Fothen zerknirscht, der als 103. gemütlich eingerollt war. Nun muss der Kaarster die 13 Sekunden, die er leichtfertig verspielte, mühsam in den Bergen wieder gutmachen. "Das passiert mir nicht noch einmal", sagte der 24-Jährige, der bei seiner ersten "Großen Schleife" - zum Glück nur kleines - Lehrgeld zahlte.

© SID

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