Radsport Vuelta
Mentschow triumphiert bei der Vuelta

Der Russe Dennis Mentschow hat zum zweiten Mal binnen zwei Jahren die 62. Auflage der Spanien-Rundfahrt gewonnen. Der Rabobank-Kapitän setzte sich souverän vor dem Spanier Carlos Sastre vom spanischen CSC-Team durch.

Der Russe Dennis Mentschow hat seinen Vuelta-Triumph von 2005 wiederholt. Bei der 62. Auflage der Spanien-Rundfahrt setzte sich der Rabobank-Kapitän souverän vor dem Spanier Carlos Sastre vom spanischen CSC-Team durch und gewann auch das Berg-Trikot.

Das Gesamtklassement entschied der 29-Jährige klar mit 3:31 Minuten vor den Spaniern Carlo Sastre (CSC) und Samuel Sanchez (Euskatel/3:46) für sich. Der bei der Tour de France hinter Alberto Contador (Spanien) zweitplatzierte Australier Cadel Evans (Lotto/3:56) wurde Vierter. Keine Starterlaubnis hatte Vorjahressieger Alexander Winokurow erhalten. Der Kasache war bei der Tour als Dopingsünder enttarnt worden.

Die letzten Tageserfolge gingen in Madrid an Sprint-Ass Daniele Bennati (Italien) sowie Zeitfahrsieger Samuel Sanchez. Beim erwarteten Sprintfinale in der spanischen Hauptstadt setzte sich Bennati nach 104,2km vor Milram-Kapitän Alessandro Petacchi durch, ausgezeichneter Sechster wurde der Rostocker Andre Greipel vom T-Mobile Team.

Teamleiter von T-Mobile und Gerolsteiner mit Leistungen sehr zufrieden

Trotz der knappen Niederlage gegen Bennati, der durch seinen vierten Etappensieg zum erfolgreichsten Fahrer der diesjährigen Vuelta wurde, konnten Petacchi und auch sein Milram-Kollege Erik Zabel mit ihrer Ausbeute aber ebenso zufrieden sein wie die T-Mobile-Konkurrenz. Zabel hatte auf der siebten Etappe in Saragossa seinen insgesamt achten Vuelta-Tagessieg gefeiert, Petacchi fuhr die Vuelta-Erfolge Nummer 18 und 19 ein. Damit verbesserte sich der Italiener in der "ewigen" Rangliste auf die zweite Position hinter dem 34-mal erfolgreichen Spanier Delio Rodriguez.

Für das T-Mobile Team waren der deutsche Zeitfahrmeister Bert Grabsch beim Kampf gegen die Uhr in Saragossa und Andreas Klier in Torre Pachero aufs Siegerpodest gefahren. Auf Platz zehn beim letzten Zeitfahren am Samstag erzielte auch noch der Australier Adam Hansen eine gute Platzierung.

"Schön, dass unsere Fahrer heute noch einmal alles gegeben haben, obwohl es für uns eigentlich nichts mehr zu gewinnen gab", kommentierte Teamleiter Brian Holm die Leistung des nach dem Ausstieg von Grabsch und Klier sowie Giuseppe Guerini auf fünf Fahrer geschrumpften Kaders.

Hansen hatte beim Kampf gegen die Uhr nach 20km in Villalba 34 Sekunden Rückstand auf Samuel Sanchez, der bei seinem dritten Etappensieg binnen sechs Tagen Mentschow mit zwölf Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz verwies. Als bester Fahrer vom Team Gerolsteiner hatte Tim Klinger (Sprockhövel) auf dem 20. Rang 57 Sekunden Rückstand.

"Die Jungs sind super gefahren, besonders Tim", lobte Teamleiter Reimund Dietzen. Der Trierer, der in seiner aktiven Zeit drei Vuelta-Etappen gewann, freute sich zudem über den 15. Gesamtplatz seines Schweizer Schützlings Oliver Zaugg.

© SID

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