Radsport Vuelta
Radprofis suchen ab heute den Vuelta-Sieger

Die Radprofis starten heute in die letzte große Rundfahrt des Jahres. Bei der Vuelta steht das Milram-Duo Erik Zabel und Alessandro Petacchi im Mittelpunkt, Gerolsteiner-Jungprofi Markus Fothen bestreitet den Härtetest.

Der Zweikampf des Milram-Duos Erik Zabel und Alessandro Petacchi um die Sprinter-Krone steht im Mittelpunkt der heute beginnenden Vuelta. Auch die Furcht aller vor dem langen Schatten des Dopinggespensts steht im Blickpunkt der Spanien-Rundfahrt. Als Härtetest nimmt Shooting-Star Markus Fothen mit Routinier Davide Rebellin an der Spitze des Team Gerolsteiner die 61. Auflage der Vuelta in Angriff, während im T-Mobile Team der Österreicher Bernhard Kohl als Kapitän fungiert.

Zabel hat die Nase vorn

Im Duell mit Petacchi scheint Zabel im Vorteil. Zum einen hat der Italiener gerade erst seine schwere Knieverletzung auskuriert, zum anderen dürfte Zabel die fünf Bergetappen besser überstehen. Bei Milram setzt man dennoch für die neun Flachetappen auf beide. "Wir haben für Petacchi und für Zabel einen Zug mit guten Anfahrern formiert", meint Manager Gerry van Gerven.

21 Etappen über 3 213 Kilometer

Insgesamt 13 Deutsche gehen auf die 21 Etappen und 3213km. Im Vorjahr hatte Heinrich Haussler für den einzigen deutschen Tagessieg gesorgt. Der "Gerolsteiner" steht auch dieses Mal wieder im Aufgebot des Eifel-Teams, Trumpf soll jedoch Fothen sein. "Ich sehe die Vuelta als Härtetest. In möchte ich sehen, wie weit ich gehen kann. Im nächsten Jahr werde ich Prioritäten setzen", sagt der 15. der Tour de France.

Gerolsteiner-Teamleiter Reimund Dietzen zeigt sich vor dem Auftakt-Teamzeitfahren am heutigen Samstag in Malaga zuversichtlich. "Wir treten mit einer Mannschaft an, die vor allem für Etappensiege gut ist. Mit Stefan Förster haben wir auch einen guten Sprinter", sagt Dietzen, der die Rundfahrt dreimal auf dem Podest beendete.

Erwartungen bei T-Mobile gedämpft

Zurückhaltend sind die Erwartungen im T-Mobile-Lager. "Für uns gilt es, möglichst dicht an den Spitzenteams zu bleiben, um Kohl die Chance auf einen Podestplatz zu erhalten", sagt Teamleiter Frans van Looy. Um den Gesamtsieg der seit 1935 gefahrenen Rundfahrt, die Jan Ullrich (1999), Rolf Wolfshohl (1965) und Rudi Altig (1962) als einzige Deutsche gewannen, dürften andere fahren.

Zu den Mitfavoriten zählt der ehemalige Telekom-Profi Alexander Winokurow (Kasachstan), dessen bei der Tour de France wegen Dopingverwicklungen nicht vertretenes Astana-Team ebenso die Starterlaubnis erhielt wie die Schweizer Phonak-Crew des als Dopingsünder entlarvten Tour-Siegers Floyd Landis (USA). Während sich der Tour-Zweite Oscar Pereiro (Spanien) als "vielleicht etwas zu müde für den Gesamtsieg" fühlt, will es sein Balears-Kapitän Alessandro Valverde wissen.

Der bei der Tour nach Sturz ausgeschiedene Spanier ist gewillt, die Nachfolge von Rabobank-Kapitän Denis Mentschow anzutreten. Der Russe war zum Gesamtsieger 2005 erklärt worden, nachdem Roberto Heras (Spanien) wegen Dopings nachträglich disqualifiziert worden war.

© SID

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