Radsport Vuelta
Winokurow düpiert Sprint-Asse

Alexander Winokurow hat der gesamten Sprint-Elite im Vuelta-Fahrerfeld auf der achten Etappe ein Schnippchen geschlagen. Kurz vor dem Ziel rieß der Astana-Kapitän unerwartet aus und holte sich den Tageserfolg.

Alexander Winokurow hat bei der Vuelta wieder einmal seine Schlitzohrigkeit bewiesen und die komplette Sprinter-Elite im Finale der achten Etappe überrumpelt. Der frühere Telekom-Star hatte auf den 181km zwischen Ponferrada und Lugo lange auf seine Chance gewartet. Erst 1 500 Meter vor dem Ziel nutzte der Kasache einen steileren Anstieg zur Offensive.

Am Ende rettete der Astana-Kapitän eine Sekunde Vorsprung vor den von dem Italiener Rugero Marzoli (Lampre) angeführten Verfolgern ins Ziel. Hinter Norwegens Zeitfahrmeister Thor Hushovd (Agricole) und Italiens Olympiasieger Paolo Bettini (Quickstep) belegte Milram-Kapitän Erik Zabel (Unna) den sechsten Platz. Thomas Ziegler (Arnstadt) vom T-Mobile Team wurde Achter, Rang zehn erzielte der "Gerolsteiner" Davide Rebellin (Italien).

"Die Sprinter haben sich verrechnet"

"Die Sprinter haben sich alle verrechnet, und das nach soviel Arbeit", sagte Gerolsteiner-Teamleiter Reimund Dietzen. Zufrieden war sein T-Mobile-Kollege Frans van Looy: "Thomas Ziegler war vorn dabei. Wichtig war, dass Bernhard Kohl nichts verliert". Der Österreicher kam zeitgleich mit Marzoli als 28. an und hat als Achter der Gesamtwertung 1:37 Minuten Rückstand vor dem führenden Slowenen Janez Brajkovic (Discovery).

Auf dem meist flachen Teilstück durch Galizien wurde enormes Tempo gefahren, wobei viele Verfolger Ausreißer Kevin van Impe attackierten. Der Quickstep-Profi wurde nach 100km langer Flucht neun Kilometer vor dem Ziel gestellt. In der ersten Stunde wurden 53km zurückgelegt, danach lag der Schnitt zwischen 45 und 48km/h. Bei einem Vorstoß der Sprinter auf den letzten 5 000 Metern wurden 70km/h gemessen.

Königsetappe am Sonntag

Am Sonntag geht es auf die Königsetappe, bevor der erste Vuelta-Ruhetag ansteht. Auf den 207,4km von Fonsagrada zum La Cobertoria-Gipfel in Asturien sind insgesamt sechs Bergwertungen zu bewältigen, davon drei der ersten und eine der höchsten Kategorie am Alto de San Lorenzo.

© SID

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