Radsport WM
Cancellara sichert sich erneut den Zeitfahr-Titel

Der Schweizer Fabian Cancellara hat bei der Straßen-WM in Stuttgart seinen Titel im Zeitfahren der Profis verteidigt. Als bester Deutscher landete Bert Grabsch auf dem vierten Rang, Sebastian Lang wurde Fünfter.

Die Medaillenträume der deutschen Zeitfahr-Asse Sebastian Lang und Bert Grabsch haben sich bei der Straßenrad-WM in Stuttgart nicht erfüllt. Bei der erfolgreichen Titelverteidigung des Schweizers Fabian Cancellara auf dem 44,9km langen Kurs kam der deutsche Meister Grabsch auf den vierten Platz, während Lang wie im Vorjahr Fünfter wurde. Hinter dem überlegenen Sieger Cancellara ging die Silbermedaille an den Ungarn Laszlo Bodrogi, Bronze sicherte sich der Niederländer Stef Clement.

Einen Tag nach dem WM-Gold von Hanka Kupfernagel fehlten dem Wittenberger Grabsch (T-Mobile) 15 Sekunden zum Sprung aufs Podium, dem Erfurter Lang (Gerolsteiner) 20 Sekunden.

Grabsch: "Platzierung ist für mich absolut ok"

"Die Platzierung ist für mich absolut ok, auch wenn es natürlich schade ist, eine Medaille so knapp verpasst zu haben", sagte Grabsch. Auch Lang zeigte sich mit dem fünften Rang zufrieden. "Dass ich nach meiner langwierigen Verletzung und relativ kurzer Vorbereitungszeit überhaupt schon wieder in der Weltspitze mitfahren kann, überrascht mich selbst. Letztlich hat mir etwas die Rennhärte gefehlt", so der Erfurter, der nach einem Fersenbruch im Mai einen Großteil der Saison hatte pausieren müssen.

Während Cancellara von Anfang an auf Siegkurs lag und am Ende 55:41 Minuten benötigte, lagen Bodrogi (56:33) und Clement (56:39) bereits deutlich hinter dem Sieger zurück. Der 26-jährige Berner hatte in diesem Jahr unter anderem den Prolog und eine Etappe der Tour de France gewonnen und in der ersten Woche das Gelbe Trikot getragen.

Grabsch hatte bei seiner Fahrt zunächst noch mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen, da die Straßen teilweise regennass waren. "In der ersten Runde musste ich auf den Abfahrten etwas vorsichtig in die Kurven gehen, auf der zweiten war es dann kein Problem mehr", sagte der T-Mobile-Profi, der rund eine Stunde vor Cancellara auf die Strecke musste. Bis zu den letzten Startern hatten sich die Bedingungen zunehmend gebessert: "Wäre ich in der letzten Startgruppe gewesen, hätte ich wohl noch ein paar Sekunden herausholen können", meinte Grabsch, der bei der Spanien-Rundfahrt das erste Zeitfahren gewonnen hatte. Lang, der 40 Minuten später als erster Fahrer der letzten Startgruppe ins Rennen gegangen war, hatte zunächst noch vor seinem Teamkollegen gelegen, war im Verlauf des Rennens dann aber Sekunde um Sekunde zurückgefallen. "Eine Madaille wäre natürlich schön gewesen, aber auch so habe ich dieses WM-Rennen vor heimischem Publikum genossen", erklärte der 28-Jährige.

Lang hatte mit seiner Kritik am WM-Start von Erik Zabel im Straßenrennen am Sonntag am Dienstag für viel Wirbel gesorgt. Allerdings sah der Gerolsteiner-Profi keine Veranlassung, etwas von seinen Äußerungen zurückzunehmen: "Ich stehe zu meiner Meinung und bin nur froh, dass ich am Sonntag nicht dabei bin", meinte er.

© SID

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