Radsport WM
Evans triumphiert bei Rad-WM in Mendrisio

Cadel Evans hat Australien in Mendrisio den ersten Titel bei einer Rad-WM beschert. Die Deutschen gingen wie erwartet leer aus, bester BDR-Starter war Fabian Wegmann auf Rang elf.

Der Medaillen-Traum der deutschen Rad-Asse bei den Weltmeisterschaften in Mendrisio (Schweiz) ist geplatzt. Beim Triumph des Australiers Cadel Evans im Straßenrennen am Sonntag ging das Team des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) wie erwartet leer aus. Der Freiburger Fabian Wegmann kam als bester BDR-Starter auf den elften Rang.

Auf dem 262,2km langen Kurs im Tessin setzte sich Evans nach einer erfolgreichen Attacke auf der letzten Runde im Alleingang durch und bescherte Australien damit den ersten WM-Titel in der 82-jährigen Geschichte des Rennens. Die Silbermedaille ging wie vor zwei Jahren in Stuttgart an den Russen Alexander Kolobnijew, Bronze holte sich der Spanier Joaquin Rodriguez.

Der mitfavorisierte Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (Schweiz) wurde Fünfter, der wegen Doping-Verdachts umstrittene Spanier Alejandro Valverde Neunter. Die mitfavorisierten Italiener gingen nach drei WM-Titeln in Folge diesmal leer aus.

Das BDR-Team war im Finale auf der schweren Strecke mit 4 600 Höhenmetern nur noch durch Wegmann vertreten. Bei den zahlreichen Attacken auf den letzten 20km konnte der 29-Jährige nicht mehr folgen. In den beiden vergangenen Jahren hatte Wegmann die Plätze sieben (2008) und neun (2007) belegt.

Evans nimmt Schwung der Vuelta mit

Evans hatte seine gute Form in der späten Saison bereits als Gesamtdritter bei der Spanien-Rundfahrt unter Beweis gestellt. Bei der Tour de France war der 32-Jährige in diesem Sommer dagegen hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Auf dem WM-Kurs nahm das Rennen nach verhaltenem Beginn, den eine zehnköpfige Gruppe um den Rostocker Andre Greipel zu einem Fluchtversuch nutzte, erst nach 170km richtig Fahrt auf. Eine Attacke der Italiener brachte Bewegung ins Peloton und teilte das Verfolgerfeld in zwei Hälften. Durch die damit verbundene Tempoverschärfung gruppierte sich die Spitze nochmals neu, so dass am Ende eine Handvoll Fahrer den Sieg unter sich ausmachten. Greipel hatte sich allerdings nach 220km aufgerieben und stieg vorzeitig aus.

Noch früher ausgeschieden war der ehemalige U23-Weltmeister Gerald Ciolek. Der Sprintspezialist aus Pulheim, der bei der Spanien-Rundfahrt zuletzt ansteigende Form gezeigt hatte, gab das Rennen nach rund 150km auf. Auch Marcel Sieberg (Hürth) war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestiegen.

Am Samstag waren auch die Frauen sowie der U23-Nachwuchs in den Straßenrennen leer ausgegangen. Das Frauen-Team um Ex-Weltmeisterin Judith Arndt (Leipzig) blieb dabei sogar erstmals seit sieben Jahren ganz ohne Medaille. Beim Sieg der Italienerin Tatiana Guderzo vor Marianne Vos (Niederlande) und ihrer Landsfrau Noemi Cantale fuhr Arndt auf Rang sechs. Im Rennen der U23, das der Franzose Romain Sicard gewann, erreichte Dominik Nerz (Wangen) als bester BDR-Starter den 20. Rang.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%