Radsport WM
Goldener Abschluss bei Bahnrad-WM dank Muche

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) konnte sich am Schlusstag der Bahnrad-WM über zwei weitere Medaillen freuen. Christin Muche gewann sensationell Gold im Keirin, nachdem Stefan Nimke zuvor Bronze im Sprint geholt hatte.

Am Schlusstag der Bahnrad-Weltmeisterschaften in Bordeaux hat Christin Muche eine Sensation gelandet und die Goldmedaille im Keirin gewonnen. Im Finale verwies die 22 Jahre alte Sprinterin aus Cottbus die Französin Clara Sanchez und Shuang Guo aus China auf die Plätze zwei und drei. "Das ist unglaublich, unbeschreiblich", stammelte Muche, nachdem sie den ersten deutschen WM-Titel im Frauen-Bereich seit 1997 (Judith Arndt) geholt hatte: "Ich hab insgeheim auf Bronze gehofft, aber von Gold habe ich nicht einmal zu träumen gewagt."

Deutschland auf Platz drei der Nationenwertung

Die deutsche Mannschaft erlebte damit einen versöhnlichen Abschluss in der Weinmetropole. Wenige Minuten vor dem Triumph von Muche hatte Teamsprint-Olympiasieger Stefan Nimke im Sprint die Bronzemedaille gewonnen. Damit beendete der BDR die WM mit zweimal Gold und einmal Bronze - der gleichen Ausbeute wie vor Jahresfrist in Los Angeles - auf dem dritten Platz der Nationenwertung. Am Freitag hatte Robert Bartko das erste Gold in der Einerverfolgung gewonnen.

Achtbar schlug sich bei den Frauen auch Elke Gebhardt (Eichstetten). Im Scratch war sie als Fünfte in Reichweite zu einer Medaille. Den Titel holte sich die Kolumbianerin Maria Luisa Calle Williams vor Gina Grain (Kanada) und Olga Sloussarewa (Russland).

Nimke gewinnt Bronze im Sprint

"Das ist das erste Jahr, wo ich mich komplett auf den Sprint konzentriert habe. Und dann springt gleich eine Medaille heraus, das ist der Wahnsinn. Das war ein erster Schritt in Richtung Olympia", sagte Nimke, nachdem er im Kampf um Platz drei den Franzosen Mickael Bourgain klar in zwei Läufen besiegt hatte. Gold ging an den Niederländer Theo Bos, der dem Briten Craig Maclean keine Chance ließ.

Von den weiteren deutschen Startern im Sprint hatte vor allem Youngster Maximilian Levy überzeugt. Der dreifache Junioren-Weltmeister fuhr bei seiner WM-Premiere auf Anhieb auf Platz sechs. Michael Seidenbecher (Erfurt) schied unterdessen im Achtelfinale aus, der wegen eines Magen-Darm-Virus geschwächte Titelverteidiger Rene Wolff (Erfurt) war genauso wie Benjamin Wittmann (Bann) in der Qualifikation gescheitert.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%