Radsport WM
Schumacher und Zabel wollen BDR WM-Titel bescheren

Heute wird in Stuttgart der neue Straßenweltmeister der Radprofis gekürt. Im Kampf um den Titel sind mit Erik Zabel und Stefan Schumacher zwei Deutsche unter den Favoriten. Insgesamt gehen neun BDR-Akteure an den Start.

Wenn heute im schwäbischen Stuttgart der Straßenweltmeister der Radprofis ermittelt wird, befinden sich mit Stefan Schumacher und Erik Zabel gleich zwei Deutsche im engen Favoritenkreis. Beide Akteure machen sich große Hoffnungen auf den Titel.

"Wir haben ein Top-Team am Start und für jede Rennsituation den passenden Fahrertyp", sagt Lokalmatador Stefan Schumacher (Nürtingen), der sich große Hoffnungen auf einen "Heimsieg" macht: "Der Kurs ist auf mich zugeschnitten. Das ist für mich eine einmalige Chance."

"Fahrer in unseren Reihen, die mitmischen können"

Zabel, der sich die Kapitänsrolle mit Schumacher teilt, rechnet sich zumindest Chancen auf eine Medaille aus. "Es ist gut möglich, dass auf diesem schweren Kurs eine kleine Spitzengruppe ankommt. Dann haben wir Fahrer in unseren Reihen, die mitmischen können. Falls es aber zu einer Sprintentscheidung kommt, sind wir mit Gerald Ciolek und mir sicher auch gut aufgestellt", erklärte der Vizeweltmeister von Salzburg 2006. Die kontroverse Diskussion um seine Teilnahme wollte er dagegen nicht kommentieren: "Ich werde sicher kein weiteres Öl ins Feuer gießen."

Schumacher bezeichnete die Kritik seines Gerolsteiner-Kollegen Sebastian Lang am Zabel-Start zwar als "voll in Ordnung", hielt sich selbst aber zurück: "Wir werden uns am Sonntag sicher nicht die Köpfe einschlagen."

Stattdessen wird sich die neunköpfige deutsche Mannschaft im Verlauf der 267,4km (14 Runden über 19,1km) der starken Konkurrenz vor allem durch die Italiener und Spanier erwehren müssen. Nach der Starterlaubnis für Paolo Bettini gehört der Titelverteidiger erneut zu den Favoriten, ebenso wie der dreimalige Weltmeister Oscar Freire (Spanien), der seine Ambitionen zuletzt mit drei Etappensiegen bei der Spanien-Rundfahrt untermauert hat. "Für mich ist Freire der Top-Favorit", bekräftigt Schumacher.

Fahrer lässt Doping-Diskussion kalt

Von der anhaltenden Doping-Diskussion und anderen Störfeuern der ersten WM-Tage zeigten sich die Fahrer wenig beeindruckt. "Ich freue mich seit langem auf dieses WM-Rennen in meiner Heimat und lasse mir das auch nicht nehmen", meint "Schumi", der Unterstützung von vielen Fans, Freunden und der eigenen Familie erhalten wird: "Das wird mit Sicherheit ein unbeschreibliches Erlebnis werden."

© SID

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