Radsport WM
Schweizer Cancellara Weltmeister im Zeitfahren

Fabian Cancellara hat sich mit einer Ausnahmeleistung zum Zeitfahr-Weltmeister bei den Straßenrad-Titelkämpfen in Salzburg gekrönt. Auf der 50,83km langen Strecke kam der Schweizer mit 1:29 Minuten Vorsprung ins Ziel.

Der neue Radweltmeister im Zeitfahren heißt Fabian Cancellara. Der 25 Jahre alte CSC-Profi aus der Schweiz setzte sich in Salzburg auf dem schweren Kurs über 50,83km bei besten Bedingungen in 1:00:11,75 Stunden (50,664 km/h) durch. Silber ging an seinen CSC-Teamkollegen David Zabriskie (USA/1:01,41), Bronze an den Kasachen Alexander Winokurow (1:02,01), den Sieger der Spanien-Rundfahrt.

Dagegen blieben die deutschen Zeitfahr-Asse Sebastian Lang und Andreas Klöden mit den Plätzen fünf und 27 ohne die erhoffte Medaille und machten den Fehlstart des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) nach bislang drei Rennen ohne einen Podiumsplatz perfekt.

Einen so deutlichen Sieg wie bei Cancellara hatte es bei noch keinem WM-Zeitfahren gegeben. "Ich fühle mich wie auf Wolke sieben - das war ein perfektes Rennen für mich", erklärte der diesjährige Paris-Roubaix-Sieger überglücklich: "Auf diesen Erfolg habe ich lange hingearbeitet. Er ist der perfekte Abschluss für eine tolle Saison." Zehn Jahre nach Alex Zülle 1996 stellt die Schweiz damit wieder den Zeitfahr-Weltmeister.

"Seppel hat das Maximum rausgeholt"

Überhaupt nicht zufrieden war dagegen der Erfurter Lang. "Ich wollte eine Medaille, aber ich habe mich nur am Anfang gut gefühlt. Danach hatte ich den Eindruck, auf dem falschen Rad zu sitzen", so der Gerolsteiner-Fahrer, dessen Sattel offenbar schlecht eingestellt war: "Ich bin richtig enttäuscht." Teamchef Hans-Michael Holczer war dagegen überhaupt nicht unzufrieden mit dem Ergebnis seines Schützlings: "Seppel hat das Maximum rausgeholt."

Der Tour-Dritte Klöden erlebte in seinem letzten Rennen der Saison eine herbe Schlappe. Der 31-Jährige, der im kommenden Jahr von T-Mobile zum Astana-Rennstall wechselt, kam mit dem welligen Profil überhaupt nicht zurecht und blieb mit 4:42,49 Minuten Rückstand auf die Siegerzeit weit hinter seinen eigenen Ansprüchen ("Ziel Platz acht") zurück.

Leistungseinbruch bei Klöden

"Mit diesem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein", sagte der Wahl-Schweizer. Eine Erklärung für den Leistungseinbruch hatte er aber nicht: "Ich war eigentlich gut vorbereitet und sehr motiviert. Aber mir hat einfach die Kraft gefehlt." Klöden wird ebenso wie Lang das Straßenrennen am Sonntag nicht bestreiten. "Ich fahre erst mal nach Hause und mache dann einige Zeit Urlaub, bevor ich mich auf die neue Saison vorbereite", so der gebürtige Sachse.

Im Gegensatz zu Klöden, der schon bei der ersten Zwischenzeit (10,1km) als 19. deutlichen Rückstand hatte, zählte Lang von Beginn an zu den Besten. Allerdings musste auch er der anspruchsvollen Strecke Tribut zollen und fiel bis zur zweiten Zeitnahme (35km) zunächst auf Rang sieben zurück. Am Ende konnte der 27-Jährige noch einmal zulegen, verfehlte das Podium aber letztlich um 19,13 Sekunden.

© SID

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