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Radsportlerinnen schweben weiter in Lebensgefahr

Der Gesundheitszustand der beiden bei der Türingen-Rundfahrt schwer verletzten australischen Radsportlerinnen Alexis Rhodes und Louise Yaxley ist weiterhin äußerst kritisch. Es werden noch weitere Operationen nötig sein.

Die australische Radsportlerin Alexis Rhodes hat am Mittwoch in der Universitäts-Klinik Jena eine Notoperation überstanden, schwebt aber ebenso weiter in Lebensgefahr, wie ihre Teamgefährtin Louise Yaxley. Die Athletinnen waren bei einem Autounfall schwer verletzt worden. "Den Zustand der beiden Sportlerinnen bezeichnen die Fachleute als kritisch, aber stabil. Es werden noch weitere Operationen nötig sein. Die Verletzungen sind sehr komplex", erklärte Krankenhaus-Sprecherin Helena Reinhardt.

Beide Athletinnen seien nicht ansprechbar und verbleiben auf der Intensivstation. Sie hätten Verletzungen im Brust und Wirbelsäulen-Bereich erlitten. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht auszuschließen. Der Eingriff bei Rhodes mit doppeltem OP-Team wurde notwendig, weil bei der 20-Jährigen neben diverser Brüche im Brustkorb-Bereich Lungenverletzungen aufgetreten sind.

Auf einen sportlichen Wettstreit verzichteten die Fahrerinnen am Mittwoch. Nachdem bereits am Dienstag das Einzelzeitfahren ersatzlos aus dem Programm genommen worden war, absolvierten die Teams die eigentliche zweite Etappe über 115,3 km von Zeulenroda nach Grei im gesammelten Feld. Die Ziellinie passierten dann die sechs Australierinnen im Feld geschlossen vor den übrigen Fahrerinnen. Gewertet wird das Teilstück nicht, das Gelbe Trikot bekam Kathy Watt nur symbolisch überreicht. Erst am Donnerstag soll die 3. Etappe über 130 km von Greiz nach Gera erstmals in die Tour-Wertung eingehen.

Lorian Graham außer Lebensgefahr

Als letzte der insgesamt fünf verletzten Australierinnen wurde Lorian Graham (Knie- und Schlüsselbein-Fraktur) am Mittwochnachmittag nach Jena überführt. Ihr geht es laut Reinhardt ebenso wie den verletzten Katie Brown und Kate Nichols den Umständen entsprechend gut. Lebensgefahr besteht nicht. Eltern und Angehörige der verletzten Sportlerinnen wurden ab Mittwoch Abend in Thüringen erwartet.

Die Gruppe der Radsportlerinnen aus Australien war am Montag beim Straßentraining in der Nähe von Zeulenroda von einer 18 Jahre alten Fahranfängerin mit dem Auto erfasst worden. Dabei starb die 29 Jahre alte Amy Gillett.

© SID

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