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Real siegt - Juventus „lebt“ aber noch

Fußball-Arbeiter Ivan Helguera entschied das Duell der Giganten: „Mister Zuverlässig“ führte mit seinem Treffer in der 31. Minute Real Madrid zum wichtigen 1:0 (1:0)-Erfolg in der Champions League über Juventus Turin.

dpa HAMBURG. Fußball-Arbeiter Ivan Helguera entschied das Duell der Giganten: "Mister Zuverlässig" führte mit seinem Treffer in der 31. Minute Real Madrid zum wichtigen 1:0 (1:0)-Erfolg in der Champions League über Juventus Turin.

Doppelte Majestäten auf der Ehrentribüne, Stars en masse auf dem heiligen Rasen, doch ausgerechnet Fußball-Arbeiter Helguera verschaffte im Beisein des spanischen Königs Juan Carlos und von Staatsgast König Abdullah von Jordanien dem Titelfavoriten eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.

"An diesem Abend sah Europa das echte Real-Team. Aber die Madrilenen ließen Juventus mit dem Leben davonkommen", fasste "Marca" die Ereignisse der Top-Partie zusammen. Denn auch die erstmals im laufenden Wettbewerb besiegten Turiner können sich für das Rückspiel am 9. März Hoffnungen auf das Weiterkommen machen. Gleiches gilt für das Duell PSV Eindhoven - AS Monaco, bei dem sich die Gastgeber ebenfalls mit 1:0 (1:0) durchsetzten. Die Duelle FC Bayern München - FC Arsenal London und FC Liverpool - Bayer Leverkusen endeten jeweils mit 3:1-Erfolgen der Gastgeber.

"Real zeigt das beste Spiel der Saison, fährt aber nur einen geringen Ertrag ein", titelte "El Mundo" und beklagte das Pech von zwei Pfostenschüssen durch die drückend überlegenen Real-Asse. "Das Aluminium lässt Juve lebend davonkommen", brachte "As" die Lage auf den Punkt. Angeführt von den zuletzt nur bescheiden auftrumpfenden Assen Zinedine Zidane, dem "El País" eine "kaiserliche Leistung" bescheinigte, und Roberto Carlos behielt Real wie im Meisterliga- Finale 1998 mit 1:0 die Oberhand.

Vater des Sieges war aber Helguera, der den von Zidane herausgeholten und von David Beckham ausgeführten Freistoß gekonnt und platziert per Kopf in die Maschen wuchtete. Der sonst nur selten hervorgehobene Abwehr- und Mittelfeldspieler stellte einmal mehr seine Unersetzbarkeit im Real-Starensemble unter Beweis.

"Er machte nach einem anfänglichen Foul an Emerson keinen Fehler mehr und krönte seine Leistung mit dem Siegtor", schrieb selbst die italienische "Gazzetta dello Sport" beeindruckt über den Defensiv- Spezialisten, der bereits sein 14. Europapokal-Tor erzielte. "Beim Freistoß schnitt er wie ein Rasiermesser quer durch den Strafraum und platzierte seinen Kopfball perfekt über Buffons Schulter." Während Real-Coach Vanderlei Luxemburgo, der exakt diese Freistoß-Variante im Training üben ließ, von einem "guten Resultat" sprach, glaubt dessen Kollege Fabio Capello trotz des verpassten Auswärtstores an das Weiterkommen: "Aber dann müssen wir unsere Chancen besser nutzen."

Auch die Partie in Eindhoven entschied ein Defensiv-Spezialist. Der brasilianische Abwehrchef Alex sorgte bereits in der 8. Minute mit einem schönen Kopfballtreffer für den angestrebten Zu-null- Heimsieg über Monaco. Zudem vereitelte er gegen Shedi Adebayor das mögliche 1:1 der Monegassen (34.). "Wir haben eine Menge Chancen ausgelassen, aber mit dem Zu-null-Erfolg alle Möglichkeiten für das Weiterkommen gewahrt", meinte PSV-Trainer Guus Hiddink zufrieden. Seinem Kollegen Didier Deschamps bleibt die Hoffnung auf das Rückspiel am 9. März.

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