Regelwerk sieht interessante Neuerungen vor
Moskau rüstet für 71. Eishockey-WM gehörig auf

Mit viel Komfort, neuen Hallen, kurzen Wegen und einigen Regeländerungen will die 71. Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau die Fans in ihren Bann ziehen. "Ich gehe davon aus, dass die Weltmeisterschaft auf allerhöchstem Niveau ausgetragen wird", freut sich Rene Fasel, Präsident des Weltverbandes IIHF, schon auf das erste Bully am 27. April.

MOSKAU. Damit die Titelkämpfe in der russischen Hauptstadt zum vollen Erfolg werden, haben die Organisatoren viel bewegt. Um den Mannschaften und ihren Fans lange Reisen zwischen den Spielorten zu ersparen, rückte das Organisationskomitee von den ursprünglichen Austragungsstätten Moskau und St. Petersburg ab. Mit zwei Austragungsstätten in und um Moskau soll es eine WM der kurzen Wege werden - die Nähe der beiden Hallen ist einzigartig in der Geschichte von Eishockey-Weltmeisterschaften.

Prunkstück der fünften Meisterschaften in der Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole ist die State-of-the-Art Arena in Chodynka. Der extra für die WM geplante und erst Ende 2006 fertiggestellte Palast mit einer Fläche von 57500 Quadratmetern bietet 14 000 Zuschauer nicht nur Platz, sondern auch jede Menge Komfort wie VIP-Plätze, Ehrenlogen und einen gewaltigen Pressebereich. Mehr als 600 Fotografen und Reporter arbeiten rund um das Turnier, das weltweit in über 50 Länder übertragen wird. In der neuen Arena werden die Vorrundenspiele der Gruppen A und D ausgetragen, darunter natürlich auch alle Partien des russischen Teams, das in der Vorrunde auf Finnland, die Ukraine und Dänemark trifft. Auch Titelverteidiger Schweden hat die Ehre, in Gruppe A in der Chodynka-Arena aufs Eis zu gehen.

Zweiter Spielort neben Chodynka ist das Eisstadion in Mytischtschi. Der dreistöckige Komplex liegt rund 20 Kilometer nordöstlich von Moskau und wurde vor gut zwei Jahren als Multifunktionshalle für Sport und Kultur gebaut. 7 000 Zuschauern bietet die Halle Platz, in der sonst der russische Erstligist Chimik Moskowskaja Oblast seine Heimspiele bestreitet. Neben Eishockey und Eiskunstlaufen finden auch weitere Sportevents wie Volleyball oder Wrestling sowie Konzerte und Ausstellungen im Mytischtschi-Komplex statt. Während der WM haben die Gruppen B und C hier ihre Heimstätte, darunter auch das deutsche Team von Bundestrainer Uwe Krupp, das auf Kanada, die Slowakei und Norwegen trifft.

Auch im Regelwerk gibt es zur WM einige Neuerungen. Erstmals gibt es für einen Sieg in einem Vorrundenspiel drei anstatt wie bislang nur zwei Punkte. Bei einem Unentschieden nach 60 Spielminuten wird das Spiel um fünf Minuten verlängert, allerdings sind bei der "Extratime" nur vier Spieler pro Team auf dem Eis. Fällt auch dort keine Entscheidung, kommt es zum Penaltyschießen. Der Sieger nach Verlängerung oder Penaltyschießen erhält zwei Punkte, der Verlierer nur einen Punkt für das Unentschieden nach der regulären Spielzeit.

© SID

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