Regierung schießt fünf Milliarden Pfund nach
Londons Olympia-Kosten explodieren

Die Olympischen Sommerspiele 2012 in London werden das Gastgeberland über 13 Mrd. Euro kosten. Das Budget in Höhe von 9,6 Mrd. Pfund oder umgerechnet 13,625 Mill. Euro gab die britische Regierung am Donnerstag bekannt. Es ist viermal höher als bei der Vergabe der Spiele im Jahr 2005 ursprünglich veranschlagt.

HB LONDON. Die Gelder werden für den Bau von Sportstätten, vor allem aber für die Verbesserung der Infrastruktur in der Millionen-Metropole verwendet. „Die Olympischen Spiele in London sind ein Projekt, durch das sich Großbritannien auf Dauer zum Besseren verändern wird“, sagte Sportministerin Tessa Jowell vor dem Unterhaus. Die Spiele bedeuteten zudem einen „riesigen finanziellen Gewinn“ für das Land. Die Regierung werde knapp fünf Mrd. Pfund zusätzlich zur Verfügung stellen.

Jowell bestätigte damit Spekulationen von Abgeordneten und britischer Medien über explodierende Kosten. Die Unsicherheit über die Kostenentwicklung hat die Euphorie in der britischen Hauptstadt über den Zuschlag für die Spiele deutlich gedämpft. Bei der 2005 erfolgreichen Bewerbung war von reinen Baukosten in Höhe von rund drei Mrd. Pfund ausgegangen worden. Rund eine Milliarde Pfund wurde für die Erschließung des heruntergekommenen Geländes im Londoner Osten angesetzt.

Fast zwei Drittel des Budgets kommen aus dem Haushalt der Regierung. Der Rest soll von der staatlichen Lotterie und Londons Steuerzahlern finanziert werden.

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