Reiten Chio
Deutsche Equipe gelingt Revanche beim Chio

Nach dem enttäuschenden Abschneiden im Vorjahr hat sich die deutsche Springreiter-Equipe beim Chio in Aachen rehabilitiert. Das Quartett des Gastgebers holte zum 24. Mal den Titel im Mannschafts-Springen.

Die deutsche Springreit-Equipe hat die Vorherrschaft beim Chio in Aachen zurückerkämpft und zum 24. Mal bei der 65. Austragung des Mannschaftsspringens den Nationenpreis gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Kurt Gravemeier (Sendenhorst) revanchierte sich für das blamable Auftreten beim siebten Platz im Vorjahr und sicherte sich mit nur vier Fehlerpunkten den Triumph. Zweiter wurden die USA mit acht Fehlerpunkten vor Großbritannien (elf).

Vor rund 20 000 Zuschauern im Aachener Reiterstadion bei zunächst strömendem Regen gehörten neben dem viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit L´Espoir der Weltranglisten-Erste Marcus Ehning (Borken) mit Gitania, Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Shutterfly und Christian Ahlmann (Marl) mit Cöster zum Team des Siegers.

Ehing schont sein Pferd

Nachdem Beerbaum, Ahlmann und Michaels-Beerbaum im ersten Umlauf fehlerlos geblieben waren, konnte Ehning sogar auf einen Start in der ersten Runde verzichten, da nur die besten drei Ergebnisse in die Wertung kommen. "Wir waren uns schnell einig, dass ich Gitania lieber schonen soll. Die Mannschaft hat bis dahin überzeugt. Wichtig ist nur, dass wir gewinnen", meinte der Westfale. Auch im zweiten Umlauf brauchte er nicht mehr einzugreifen, da der Sieg schon feststand.

Nach den ersten beiden Nullfehlerritten von Beerbaum und Ahlmann war Gravemeier bereits voll des Lobes: "Wir sind sehr glücklich. Die Pferde sind hervorragend gesprungen." Beerbaum ließ sich von den schlechten Wetterbedingungen nicht irritieren: "Es hat stark geregnet. Doch die Bedingungen waren trotzdem gut, der neue Boden im Stadion optimal." Im zweiten Umlauf erlaubte sich Beerbaum einen Abwurf. Ahlmann und Michaels-Beerbaum blieben erneut fehlerlos.

Beerbaum läutet die heiße WM-Phase ein

Drei Monate vor der Weltmeisterschaft, die ebenfalls in Aachen (20. August bis 3. September) stattfindet, galt der Nationenpreis als wichtiger Prüfstein für die Nominierung der fünf Plätze in der WM-Mannschaft. "Hiermit beginnt die heiße Phase", hatte Beerbaum vor dem ersten Ritt gesagt.

Zum Opfer des personellen Pokerspiels im Vorfeld des Nationenpreis wurde Doppel-Europameister Marco Kutscher. Der Reiter aus Hörstel, der in den vergangenen Monaten nur selten überzeugte, wurde zum Ersatzreiter degradiert. "Er hat die Entscheidung akzeptiert", meinte Bundestrainer Gravemeier. "Ich hätte auch so gehandelt und ihn zum fünften Mann gemacht", sagte der dreimalige Europameister und TV-Experte Paus Schockemöhle.

© SID

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