Reiten Chio
Springreiter müssen auf ersten Sieg warten

Nach neun Prüfungen muss die deutsche Springreiter-Equipe beim Chio in Aachen weiter auf den ersten Sieg warten. Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy liegt dagegen auf Siegkurs.

Auch in der neunten Prüfung blieben die deutschen Springreiter beim Chio in Aachen ohne Sieg. Der deutsche Vizemeister Thomas Mühlbauer (Kötzting) kam mit Asti Spumante als bester Reiter der Gastgeber im NRW-Preis auf den dritten Platz. Es gewann Cassio Rivetti (Ukraine) mit seinem Wallach Billi Birr. Erfolgreich war dagegen Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy, die in Einzel- und Teamwettbewerb nach Dressur und Springen auf Siegkurs liegt.

Im Springen um den NRW-Preis benötigte der für die Ukraine startende Brasilianer Rivetti für seinen Nullfehlerritt 49,36 Sekunden. Zweiter wurde der Schweizer Pius Schwizer mit dem Wallach Ulysse (49,97). Mühlbauer belegte mit 50,10 Sekunden ohne Fehler auf Rang drei. Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) kam mit seiner erst acht Jahre alten Stute Gotha im Stechen auf 50,51 Sekunden und wurde am Ende als zweitbester Deutscher Fünfter.

In der Vielseitigkeit reitet Hoy dem Doppelsieg entgegen. Die Team-Weltmeisterin aus Warendorf kam mit ihrem Top-Pferd Ringwood Cockatoo nach zwei Disziplinen auf 33,40 Minuspunkte und kann damit auf den Gesamtsieg am Samstag nach dem Geländeritt hoffen.

"Es ist ein Traum für mich, einmal in Aachen in der Einzelwertung zu gewinnen. Das wäre die Krönung meiner Karriere", sagte Hoy. Hinter Hoy belegt die Australierin Lucinda Fredricks mit Headley Britannia (41,50) Platz zwei. Dritter ist der Niederländer Tim Lips mit Owaola (41,70). Die beiden Team-Olympiasieger Andreas Dibowski (Ergste/42,70) mit Serve Well und Ingrid Klimke (Münster/46,70) mit Butts Abraxxas belegen in der Einzelwertung die Ränge vier und acht. Dirk Schrade (Warendorf/44,20) ist mit King Artus Fünfter.

Deutsche Mannschaft in Teamwertung vorne

In der Teamwertung führt die deutsche Equipe mit 120,30 Punkten vor Großbritannien (160,70) und Frankreich (175,50) das Klassement an. "Wir haben hier in Aachen noch jeden Nationenpreis gewonnen und wollen da in diesem Jahr keine Ausnahme machen", sagte Bundestrainer Hans Melzer selbstbewusst.

In der anhaltenden Debatte um den Doping-Fall der fünfmaligen Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth kündigte deren Mäzenin Madeleine Winter-Schulze (Wedemark) an, dass sie bis zur Klärung des Falles alle Ämter im deutschen Reitsport-Verband FN ruhen lassen werde. Sie unternehme den Schritt, damit es nachher nicht heiße, Werth hätte in ihrem Verfahren Vorteile gehabt, sagte Winter-Schulze.

Während Aachen von der Dopingwelle im Reitsport noch verschont blieb, sorgte am Freitag ein Fall aus England für Schlagzeilen. Nicky Henderson, einer der bekanntesten Galopptrainer des Landes, ist für drei Monate gesperrt und zu einer Strafe von umgerechnet 46 000 Euro verurteilt worden, weil er ein Pferd der britischen Königin Elizabeth II gedopt haben soll.

© SID

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