Reiten Chio
Zoer siegt beim "Großen Preis von Aachen"

Der Niederländer Albert Zoer hat den "Großen Preis von Aachen" knapp vor Ludger Beerbaum gewonnen. In der Dressur bestach Isabell Werth auf Satchmo mit ihrem fünften Chio-Sieg.

Ludger Beerbaum applaudierte artig, doch richtig freuen konnte er sich nicht. Der viermalige Olympiasieger verpasste beim "Großen Preis von Aachen" seinen vierten Triumph nur hauchdünn um vier Hunderstel Sekunden und musste den mit 150 000 Euro dotierten Sieg dem Niederländer Albert Zoer überlassen. Dennoch gehört der zweimalige Europameister mit dieser Leistung zum Favoritenkreis für die Olympischen Reiterspiele in fünf Wochen in Hongkong (9. bis 21. August).

"Ich bin sehr glücklich. Sam ist ein sehr schnelles Pferd und hat ein großes Springvermögen. Das ist hier in Aachen ein Vorteil. Es hat alles geklappt", sagte Team-Weltmeister Zoer, der für seinen Nullfehlerritt im Stechen 48,99 Sekunden benötigte. Auf dem dritten Platz landete Carsten-Otto Nagel mit Corradina (0/49,33). Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) konnte der Favoritenrolle nicht gerecht werden und belegte mit Shutterfly (0/50,69) Platz fünf.

Restliche Reiter mit Problemen

Die weiteren Olympia-Kader-Reiter Christian Ahlmann (Marl) mit Cöster und Marco Kutscher (Hörstel) mit Montender konnten nicht überzeugen. Ahlmann erlaubte sich im ersten Umlauf zwei Abwürfe, Kutscher hatte die Stangen sogar dreimal abgeräumt. "Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Doch das war sehr bescheiden", sagte Ahlmann.

Für Olympia in Hongkong nominierte der Ausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (Dokr) Michaels-Beerbaum mit Shutterfly, Beerbaum mit All Inclusive, Kutscher mit Cornett Obolensky und Ahlmann mit Cöster. Reservemann ist Heinrich Hermann Engemann (Bissendorf) mit Aboyeur. Zweiter Reservist wurde Alois Pollmann-Schweckhorst (Mühlen) mit Lord Luis. Alle Pferde gehen ab 18. Juli in Quarantäne.

Isabell Werth überzeugt in Dressur

In der Dressur unterstrich die viermalige Olympiasiegerin Isabell Werth ihre Ambitionen auf Gold in Hongkong. Die viermalige Olympiasiegerin siegte nach einer Weltklasseleistung mit ihrem 14 Jahre alten Top-Pferd Satchmo in der Kür mit 80,150 Prozentpunkten und sicherte sich zum zehnten Mal den Großen Dressur-Preis. Fünfmal ging sie bei dem Chio an den Start, fünfmal gewann die 38-Jährige.

Die weiteren deutschen Starterinnen hinterließen bei Bundestrainer Holger Schmezer hingegen tiefe Sorgenfalten auf der Stirn. Die Mission Team-Gold für Hongkong ist in Gefahr, weil hinter Werth eine große Lücke klafft. Nadine Capellmann (Würselen) kam mit Elvis (73,050) auf den siebten Rang, Heike Kemmer (Winsen) belegte mit Bonaparte (70,500) Platz elf. Nominiert für Olmpia wurden Werth mit Satchmo, Capellmann mit Elvis, Kemmer mit Bonaparte. Ersatzreiterin ist Monica Theodorescu mit Whisper.

Chio für Hoy ein Alptraum

Für die bekannteste deutsche Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy wurde der Chio zu einem Alptraum. Das Top-Pferd Ringwood Cockatoo verletzte sich im Springparcous. Hoy wurde nur mit Auflagen für Olympia nominiert. Das Pferd der im englischen Gatcombe lebenden Reiterin muss am kommenden Wochenende einen Belastungstest in Hünxe bestehen. Neben Hoy wurden Ingrid Klimke (Münster) mit Abraxxas, Frank Ostholt (Warendorf) mit Mr. Medicott, Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius sowie Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish nominiert.

© SID

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