Reiten International
Spaniens Distanzreiter Vila Ubach holt WM-Titel

Spanien hat bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen den ersten Titel gewonnen. Miguel Vila Ubach ließ im Aachener Reitstadion nach dem Gewinn der Einzelwertung im Distanzreiten seiner Freude freien Lauf. Er riss die Arme in Höhe, sprang vom Pferd und umarmte seinen Vierbeiner. Der 32-Jährige absolvierte die 160km Strecke im Aachener Umland mit seinem Pferd Hungares in 9:12,27 Stunden und verwies die Französinnen Virginie Atger mit Kangoo d´Aurabelle (9:16,13) sowie Elodie Le Labourir mit Sangho Limousian (9:16,14) auf Platz zwei und drei.

Beste deutsche Teilnehmerin war Sabrina Arnold (Kirchheim) mit Madaq auf dem 13. Rang. Das Teamergebnis lag am Abend in Aachen aufgrund technischer Defekte zunächst nicht vor. Nach dem vorläufigen Ergebnis führte die Mannschaft aus Frankreich. Deutschland konnte sich noch Hoffnungen auf den dritten Rang machen.

"Ich bin mit der Leistung unserer Damen sehr zufrieden", sagte Bundestrainer Bernhard Dornsiepen nach dem Ankunft seiner drei Reiterinnen im Stadion. Neben Sabrina Arnold hatten auch Belinda Hitzler (Dillingen) mit Iris de Soult und Susanne Kaufmann (Hohenstein) mit Fay el Rat das Ziel erreicht.

Zuvor waren Melanie Arnold (Kirchheim) mit Nadira und Marianne Hähnel (Falkenstein) mit Baida in Nahar am dritten von sechs Veterinär-Checks wegen zu großer Beeinträchtigung ihrer Pferde ausgeschieden. "Durch den Regen waren es äußerst schwere Bedingungen. Vielleicht sind deshalb auch so viele Paare ausgeschieden", sagte Arnold.

Ein wahres Desaster erlebten die favorisierten Starter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die vier Söhne von Scheich Mohammad Bin Rashid Al Maktoum, dem Verteidigungsminister der Emirate, wurden allesamt an den Veterinär-Checks aus dem Rennen genommen. Ehefrau des Ministers ist die jordanische Prinzessin Haya bint al Hussein, die seit Mai dem Welt-Reiterverband FEI als Präsidentin vorsteht.

Deutsches Team verpasst Medaille

Die deutsche Mannschaft verpasste als Vierter eine Medaille knapp. Weltmeister wurde das Team aus Frankreich vor der Schweiz und Portugal. Das Ergebnis gab Turnierleiter Frank Kemperman nach einem langen Hickhack um die richtige Zeitmessung am späten Montagabend bekannt. Genaue Zeiten der einzelnen Equipen konnte Kemperman aber noch nicht angeben.

Erneut bestätigte Kemperman auch den Protest, der am Abend gegen die erste Wertung eingegangen war. Dabei handelte es sich um einen Einspruch eines Einzelreiters, der jedoch keinen Einfluss mehr auf die Medaillen-Vergabe haben soll, erklärte der Turnierdirektor. Allerdings herrschte in der Zeitmessung lange Zeit Ratlosigkeit. Die Platzierungen konnte nicht exakt ermittelt werden.

Nach Aussagen einiger Journalisten erhielten die Reiter nach mehr als zehn Stunden auf ihren Pferden Zettel in die Hand gedrückt, mit dem sie zur Meldestelle gehen sollen. Dabei wussten sie offenbar nicht, wo das Büro zu finden war und wurden auch nicht mit den nötigen Informationen versorgt.

© SID

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