Ringen EM
Deutsche ringen weiterhin nur um Fassung

Die deutschen Ringer konnten auch am vorletzten Wettkampftag der EM in Vilnius die Pleitenserie nicht stoppen. Adam Juretzko und Christian Fetzer scheiterten in der Hoffnungsrunde.

Die deutschen Ringer konnten auch am vorletzten Wettkampftag der EM in Vilnius die Pleitenserie nicht stoppen. Zum Auftakt des Turniers im griechisch-römischen Stil scheiterten die deutschen Meister Adam Juretzko (Witten/74 kg) und Christian Fetzer (Herbrechtingen/66 kg) nach frühen Niederlagen in der Hoffnungsrunde. Damit bleibt es vor dem EM-Abschluss am Sonntag bei einem Podestplatz für den Deutschen Ringer-Bund (DRB) durch die Bronzemedaille von Stefanie Stüber (Daxlanden/63 kg).

Der als Medaillenkandidat nach Litauen gereiste Routinier Juretzko setzte sich zunächst gegen Lokalmatador Alexander Kasakewic durch, unterlag dann aber dem späteren Titelgewinner Arsen Julfalakjan (Armenien). Der frühere EM-Zweite Fetzer (2005) gewann zum Auftakt gegen Mikola Sawschenkow (Ukraine), verlor allerdings anschließend ebenfalls gegen den späteren Titelgewinner Ambako Waschadse (Russland).

Bullmann: "Wer kämpft, kann auch verlieren"

Da die Bezwinger der Deutschen das Finale erreichten, zogen beide DRB-Starter in die Hoffnungsrunde ein. Dort gewann Fetzer zunächst gegen den Schweizer Pascal Strebel, unterlag aber anschließend dem Weltmeister Farid Mansurow (Aserbaidschan). Der ehemalige EM-Dritte Juretzko (2005) besiegte zunächst den Kroaten Neven Zugaj, musste sich dann allerdings dem Letten Alexander Visnakovs geschlagen geben.

Bundestrainer Maik Bullmann war dennoch mit seinen Schützlingen zufrieden. "Beide haben gegen sehr starke Gegner alles gegeben und nur ganz knapp verloren. Und wer kämpft, kann auch verlieren", sagte der Coach.

Am Freitag hatte Ex-Europameisterin Stüber für den bislang einzigen Lichtblick aus deutscher Sicht gesorgt. Zuvor hatten die Männer (Freistil) kollektiv versagt. DRB-Präsident Manfred Werner hatte aufgrund dieser miserablen Bilanz schon vor dem Beginn der Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil angekündigt, nach der EM eine "knallharte Analyse" der Ergebnisse durchführen zu wollen. Neben Waschadse und Julfalakjan holten derweil Jani Haapamäki (Finnland/55 kg) sowie Islam-Beka Albijew (Russland/60 kg) am Samstag die Titel.

Zum Abschluss der Titelkämpfe am Sonntag schickt der DRB, der im vergangenen Jahr drei Podestplätze verbucht hatte, Bernhard Mayr (Anger/84 kg), Oliver Hassler (Hausen-Zell/96 kg) und Nico Schmidt (Frankfurt/Oder/120 kg) auf die Matte. Den drei deutschen Startern werden allerdings nur geringe Medaillenchancen eingeräumt.

© SID

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