Ringen EM
Deutsche Ringer erleben herbe EM-Enttäuschung

Bei den Europameisterschaften der Ringer in Moskau blieben die deutschen Starter im griechisch-römischen Stil ohne Medaille. Einzig das Talent Bernhard Mayr zeigte eine gute Leistung und verpasste Bronze nur knapp.

Keinen Grund zum Jubeln hatten die deutschen Ringer im griechisch-römischen Stil bei den Europameisterschaften in Moskau. Weitgehend enttäuschende Leistungen brachten dem Team am Ende keine Medaille ein. Die beste Leistung zeigte EM-Neuling Bernhard Mayr vom TSV Trostberg, der am vierten Wettkampftag den Kampf um Bronze im griechisch-römischen Stil in der Klasse bis 84kg gegen den Franzosen Melonin Nounomvi verlor.

"Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich bin schon enttäuscht", sagte Mayr nach der Niederlage im "kleinen Finale". Zuvor hatte sich der 22-Jährige gegen den Esten Alo Toom und den Bulgaren Kristo Marionow durchgesetzt, musste sich aber im Halbfinale dem Armenier Denis Forow geschlagen geben. "Sein Auftreten hat mich gefreut. Diese Leistung sollte dem Youngster Auftrieb geben", meinte Bundestrainer Günter Reichelt.

Baygus und Schmidt enttäuschen

Der deutsche Vizemeister war allerdings der einzige Lichtblick im griechisch-römischen Bereich. Für Ismail Baygus (Köllerbach/66kg) und Nico Schmidt (Frankfurt/Oder/120kg) war die EM am Freitag nach nur einem Kampf beendet. Baygus unterlag dem Tschechen Tomas Sobecky, Schmidt musste sich dem Ukrainer Alexander Tschernitzki geschlagen geben. Das gleiche Schicksal hatte am Donnerstag bereits die beiden weiteren Starter des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), Heinz Marnette (Ketsch/60kg) und Mirko Englich (Witten/96kg), ereilt.

"Der Jahreshöhepunkt ist die WM Ende Spetember in China. Die EM ist ein Weg dorthin. Dazu gehört ein Team mit jungen Leuten, denen man eine Chance geben muss. Aber auch erfahrene Athleten gehören dazu. Dies war ein Test in Richtung WM, und Mayr hat gezeigt, dass einiges möglich ist", erklärte Reichelt.

Dreimal Edelmetall durch das Frauenteam

Zuvor hatte das deutsche Frauenteam an den ersten beiden Wettkampftagen überzeugt und die angestrebten drei Medaillen für den DRB eingefahren. Alexandra Engelhardt (Ückerath/51kg) und Stefanie Stüber (Daxlanden/59kg) holten jeweils Silber, Anita Schätzle (Schifferstadt/7 kg) Bronze. Insgesamt belegte die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Scheibe hinter Russland und der Ukraine den dritten Platz in der Nationenwertung.

Die EM wird am Wochenende mit den Freistil-Wettkämpfen der Männer beendet. Dabei gehen Marcel Ewald (Weingarten/55kg), Peter Engelhardt (Nürnberg/66kg), Peter Weisenberger (Mömbris-Königshofen/74kg), David Bichinaschwili (Schifferstadt/84kg), Stefan Kehrer (Ketsch/96kg) und Sven Thiele (Halle/120kg) für den DRB an den Start.

© SID

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