Ringen EM
Niederlagenserie der deutschen Ringer geht weiter

Nachdem bereits am Dienstag die drei Starter des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) in der ersten Runde gescheitert waren, sorgte heute nur Andrej Schiika für ein respektables Ergebnis.

Die Niederlagenserie der deutschen Ringer bei den Europameisterschaften in Vilnius hat sich auch am zweiten Wettkampftag fortgesetzt. Nachdem bereits am Dienstag die drei Starter des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) in der ersten Runde gescheitert waren, machten es drei weitere DRB-Athleten zum Abschluss der Freistil-Wettkämpfe in Litauen kaum besser. Nur Andrej Schiika (Köllerbach/74kg) schaffte mit dem fünften Platz ein respektables Ergebnis.

Der im Vorfeld als Medaillenkandidat gehandelte Schiika setzte sich zunächst gegen den Polen Krystian Brzozowski durch, verlor aber im Viertelfinale gegen den WM-Dritten von 2007, Schamsulwara Schamsulwarajew (Aserbaidschan). Anschließend gewann der deutsche Meister in der Hoffnungsrunde gegen den Franzosen Luca Lampis, bevor er im "kleinen Finale" dem Olympia-Dritten Kiril Tersijew (Bulgarien) unterlag.

"Andrej hat einen tollen Kampf geliefert und hätte auch gewinnen können. Er hat bewiesen, dass er an der Spitze dran ist. Eine Medaille hätte uns sicher gut getan, aber der Bulgare war nicht umsonst Dritter in Peking´", sagte DRB-Präsident Manfred Werner dem Sport-Informations-Dienst (SID).

"Es hat leider nicht gereicht"

Zuvor waren der deutsche Vize-Meister Michel Schneider (Seeheim/60kg) und der ehemalige EM-Dritte (2006) Stefan Kehrer (Aalen/96kg) bereits in der ersten Runde gescheitert. Schneider verlor gegen den Rumänen George Bucur, Kehrer unterlag dem Ukrainer Ilimar Sajidow. "Kehrer hat nicht die Leistung gezeigt, die er abrufen kann. Schneider ist ein Nachwuchsmann. Er hat sich gut verkauft, es hat aber leider nicht gereicht", sagte DRB-Präsident Manfred Werner dem Sport-Informations-Dienst (SID) zum frühzeitigen Aus der beiden DRB-Athleten.

Beim EM-Auftakt am Dienstag waren die deutschen Starter Tim Schleicher (Nürnberg/55kg), Samet Dülger (Neuss/66kg) und Peter Weisenberger (Mömbris/Königshofen/84kg) ebenfalls bereits in der ersten Runde gescheitert.

Während das DRB-Team, das sich nach Olympia 2008 und im Hinblick auf die Spiele 2012 im Umbruch befindet, auch am Mittwoch ohne Medaille blieb, feierten die Aserbaidschaner Selimchan Huseinow (60 kg), Schamsulwara Schamsulwarajew (74kg) und Schetag Gasjumow (96kg) einen Dreifach-Triumph.

Am Donnerstag schickt der DRB, der 2008 drei EM-Medaillen verbuchen konnte, zum Auftakt der Frauen-Wettbewerbe Alexandra Engelhardt (Ludwigshafen/51kg), Aline Focken (Krefeld/59kg) und Maria Selmaier (Jena/67kg) auf die Matte. Dabei gilt vor allem Engelhardt als Kandidatin auf einen Podestplatz. Bei der bis Sonntag laufenden EM werden außerdem Ex-Europameisterin Stefanie Stüber (Daxlanden/63kg) und Adam Juretzko (Witten/74kg) als Medaillenkandidaten gehandelt.

© SID

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