Ringen WM
Deutsche Ringer bei der WM bislang ausgehebelt

Bei den Weltmeisterschaften in Baku stehen die deutschen Ringer bislang auf verlorenem Posten. Am Mitwoch mussten drei weitere Athleten des DRB bereits nach der ersten Runde die Segel streichen.

Nichts zu melden haben die Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) bis jetzt bei den Weltmeisterschaften in Baku. An Tag drei der Titelkämpfe am Mittwoch war für alle drei angetretenen deutschen Ringer schon nach der ersten Runde Schluss. Für DRB-Präsident Manfred Werner kam das frühe Aus allerdings nicht unerwartet. "Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn wir in den Klassen etwas geholt hätten", sagte der Verbandsboss dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Zum Abschluss der Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil unterlag Nico Schmidt (Frankfurt/Oder) in der Gewichtsklasse bis 120kg dem EM-Dritten Jalmar Sjöberg (Schweden). Beim Auftakt des Freistil-Turniers kassierte der EM-Zweite Marcel Ewald (Weingarten/55kg) gegen Titelverteidiger Radoslaw Welikow aus Bulgarien eine Schulter-Niederlage. Auch Alexander Kropf (Anger/60kg) verlor gegen Asienmeister Yong Chol Ri aus Nordkorea.

Da die Bezwinger der Deutschen anschließend selbst scheiterten, blieb den DRB-Athleten sogar die Hoffnungsrunde verwehrt. Die Titel holten sich derweil Mijail Lopez (Kuba/120kg), Besik Kuduschow (Russland/55kg) und Mawlet Batirow (Russland/60kg).

Nur Ex-Weltmeister Schneider sichert sich Olympiaticket

Damit sieht die DRB-Bilanz nach den ersten drei Wettkampftagen ernüchternd aus. Von den bisher neun gestarteten deutschen Ringern, darunter drei EM-Medaillengewinner, sicherte sich lediglich der frühere Vize-Weltmeister Konstantin Schneider (Köllerbach/74kg) mit einem achten Platz das Ticket für die Olympischen Spiele 2008.

Dennoch ist Werner nicht enttäuscht. "Ich habe immer gesagt, dass es zwischen EM und WM einen großen Unterschied gibt. Außer Mirko Englich haben alle Leistung gezeigt und gekämpft. Man merkt, dass wir dran sind. Vielleicht holen die Frauen noch ein oder zwei Olympia-Plätze", sagte der frühere Kampfrichter.

Da sich nur die ersten Acht in jeder Gewichtsklasse direkt für Peking qualifizieren, müssen die in Baku gescheiterten DRB-Athleten bei der nächsten EM und zwei weiteren Qualifikationsturnieren im kommenden Jahr um ihre Olympia-Teilnahme kämpfen. Die bis Sonntag dauernde WM wird am Donnerstag mit den Wettkämpfen in drei Freistil-Kategorien fortgesetzt. Dabei ruhen die Hoffnungen des DRB, dessen Spitze im Vorfeld der Titelkämpfe sechs bis acht Olympia-Startplätze als "hervorragendes Ergebnis" bezeichnet hatte, auf Martin Daum (Seeheim/66kg), Andrij Schiika (Köllerbach/74kg) und David Bichinaschwili (Aalen/84kg). Die Frauen starten am Freitag in die Wettkämpfe.

© SID

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